ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2019Herzinsuffizienz: Neues Projekt zur sektorenübergreifenden Versorgung und Vergütung

MANAGEMENT

Herzinsuffizienz: Neues Projekt zur sektorenübergreifenden Versorgung und Vergütung

Dtsch Arztebl 2019; 116(47): A-2210 / B-1810 / C-1762

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Herzinsuffizienz ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland mit über 47 000 Verstorbenen pro Jahr. Foto: Sergey Nivens/stock.adobe.com
Herzinsuffizienz ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland mit über 47 000 Verstorbenen pro Jahr. Foto: Sergey Nivens/stock.adobe.com

Die Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz über die Sektoren hinweg besser verzahnen und dafür ein regionales Vergütungsmodell entwickeln wollen verschiedene Partner unter Leitung der Rhön-Klinikum AG. Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) fördert das Projekt „Transsektorale bedarfsorientierte Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz und Entwicklung eines alternativen Vergütungsmodells (sekTOR-HF)“ mit rund 3,8 Millionen Euro.

Herzinsuffizienz ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland mit über 47 000 Verstorbenen pro Jahr. Die chronische Erkrankung führt bekanntlich häufig zu einem Kranken­haus­auf­enthalt und ist mit hohen Kosten verbunden.

Anzeige

„Das Projekt zielt auf die Reduzierung vermeidbarer Kranken­haus­auf­enthalte und auf die folgerichtige Entwicklung eines alternativen regionalen Vergütungsmodells ab, da die Strukturen des Gesundheitssystems und die getrennten Vergütungsformen mit ihren bekannten Fehlanreizen zunehmend politisch und fachlich infrage gestellt werden“, sagte Pof. Dr. med. Bernd Griewing, Vorstand Medizin der Rhön-Klinikum AG.

Für eine bessere Patientenversorgung müsse die Betreuung der Patienten „regional und gemeinsam mit passenden Partnern gedacht und in die praktische Umsetzung gebracht werden“, hieß es aus dem Klinikkonzern.

An dem Projekt sind neben Rhön die AOK Hessen, die DAK Gesundheit, die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) und das Ärztenetzwerk PriMa beteiligt. Das Zentrum für Telemedizin (ZTM) Bad Kissingen steht als unabhängige Dienstleistungsplattform für technischen Fragestellungen zur Verfügung.

Das private Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav) wird für die Entwicklung und Bewertung alternativer Vergütungsmodelle eng mit den praktischen Leistungserbringern zusammenarbeiten. Die Evaluation des Projektes haben das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und das Institut für angewandte Gesundheitsforschung (InGef) übernommen. Auch Patientenvertreter sind im Rahmen eines Beirates beteiligt. Ende 2023 erwarten die Partner erste Ergebnisse. hil

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema