ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2019IT-Ratgeber: Tele­ma­tik­infra­struk­tur: Regelungen zur Finanzierung ab 2020

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IT-Ratgeber: Tele­ma­tik­infra­struk­tur: Regelungen zur Finanzierung ab 2020

Dtsch Arztebl 2019; 116(47): A-2208 / B-1808 / C-1760

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Die Erstausstattungspauschale, die die notwendigen Kosten für einen Konnektor und ein Kartenterminal zum Anschluss an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) decken soll, liegt ab dem 1. Januar 2020 bei 1 549 Euro (aktuell: 1 982 Euro). Entscheidend für die Höhe der Pauschale ist wie bisher der Installationstermin und nicht das Datum der Bestellung.

Die neue Erstausstattungspauschale setzt sich zusammen aus 1 014 Euro für den Konnektor und – auch das ist neu – 535 Euro für das Kartenterminal. Auch größere Praxen erhalten je nach Anzahl der tätigen Ärzte und Psychotherapeuten für weitere Kartenterminals zusätzlich 535 Euro pro Gerät. Der Komplexitätszuschlag fällt dagegen ab dem 1. Januar 2020 weg.

Finanziert werden – wie bisher auch – einmalig 900 Euro als TI-Startpauschale sowie eine Erstattung der laufenden Betriebskosten für Konnektor und VPN-Zugangsdienst. Pauschalen gibt es zudem für den Praxisausweis (SMC-B) und den elektronischen Heilberufeausweis. Praxen mit Anspruch auf ein mobiles Kartenterminal erhalten weiterhin 350 Euro pro Gerät sowie die Betriebskostenpauschale für einen zusätzlichen Praxisausweis.

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Die bessere Finanzierung der Kartenterminals ist vor allem vor dem Hintergrund relevant, dass Praxen demnächst weitere Geräte benötigen, um sich für den elektronischen Medikationsplan (eMP) und das Notfalldatenmanagement (NFDM) zu rüsten.

Neben dem Kartenterminal am Empfang für das Versichertenstammdatenmanagement sind dann weitere Geräte für die Behandlungszimmer erforderlich. Für die Anschaffung dieser weiteren Terminals erhalten Ärzte bereits ab Oktober 2019 535 Euro (statt 435 Euro) pro Gerät. Dabei ist die Anzahl der Terminals von der Zahl der Betriebsstättenfälle abhängig.

Anspruch auf die Erstattung haben Ärzte, die ihre Praxis-IT auf den eMP und/oder das NFDM umstellen. Hierfür sind jedoch Updates von Konnektor und Praxisverwaltungssystem erforderlich, die aktuell noch nicht zur Verfügung stehen. Die Industrie plant nach eigenen Angaben, im vierten Quartal 2019 ein Konnektor-Update zur Verfügung zu stellen.

Die Updates für die bestehende Technik werden unverändert mit 530 Euro finanziert, ebenso wie der Zuschlag zur Betriebskostenpauschale mit 4,50 Euro. Für den Aufwand der Praxen bei der Einführung des eMP und NFDM gibt es eine neue Zusatzpauschale von 60 Euro. Diese kann abhängig von der Zahl der Betriebsstättenfälle je Gerät abgerechnet werden. Der Zuschlag wird vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 gezahlt.

Auch neu gegründete Praxen erhalten weiterhin eine Erstattung des TI-Anschlusses. Dies betrifft sowohl die Pauschalen für die Erstausstattung als auch die Betriebskosten und das Update für eMP/NFDM. Anspruch auf Erstattung der Kosten gemäß den Pauschalen hat eine Praxis ab dem Zeitpunkt, an dem sie an die TI angeschlossen beziehungsweise für eMP/NFDM gerüstet ist. KBV

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