ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2019Jutta Gärtner: Durchbrüche bei seltenen Erkrankungen

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Jutta Gärtner: Durchbrüche bei seltenen Erkrankungen

Dtsch Arztebl 2019; 116(47): A-2205 / B-1805 / C-1757

Richter-Kuhlmann, Eva

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Jutta Gärtner, Foto: UMG
Jutta Gärtner, Foto: UMG

Die Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Göttingen, Prof. Dr. med. Jutta Gärtner (58), erhielt am 8. November den Hamburger Wissenschaftspreis 2019. Ausgezeichnet mit dem mit 100 000 Euro höchstdotierten Preis einer deutschen Wissenschaftsakademie, wurde die Kinderärztin für ihre bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der seltenen angeborenen neurometabolischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter.

Gärtner erforscht die Ursachen und Mechanismen von kindlicher Demenz, die zumeist eine Folge von angeborenen Stoffwechselerkrankungen ist. Sie beschrieb neue Krankheitsbilder und öffnete Wege für die Entwicklung neuer Therapien. „Ihre Leistungen sind herausragend, stets innovativ und nutzen zugleich ressourcenschonend vorhandenes Wissen. Sie konnte erstaunliche Heilungserfolge in kurzer Zeit erzielen“, sagte der Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und Juryvorsitzende Prof. Dr. Edwin J. Kreuzer. Ihre Forschungsergebnisse ließen hoffen, dass mit frühzeitigen Diagnosen und Therapien Schäden vermieden oder zumindest eingedämmt werden könnten.

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Gärtner studierte Medizin in Belgien sowie in Hamburg. Nach Approbation und Promotion ging sie 1988 als Postdoktorandin und Ärztin in die USA. 1995 wurde sie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf habilitiert. Seit 2002 ist sie Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Göttingen mit dem Schwerpunkt Pädiatrische Neurologie und seit 2014 Mitglied der Leopoldina. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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