ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2019Gebührenordnung: Ärzte erneuern Ruf nach Überarbeitung

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Gebührenordnung: Ärzte erneuern Ruf nach Überarbeitung

Korzilius, Heike

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Über eine Novelle der GOÄ berät die Bundesärztekammer seit dem Jahr 2010 gemeinsam mit dem PKV-Verband und Beihilfevertretern. Foto: mrmohock/stock.adobe.com
Über eine Novelle der GOÄ berät die Bundesärztekammer seit dem Jahr 2010 gemeinsam mit dem PKV-Verband und Beihilfevertretern. Foto: mrmohock/stock.adobe.com

Bundesärztekammer (BÄK) und der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) haben die Forderung an den Gesetzgeber erneuert, die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) zu novellieren. Nach 35 Jahren Stillstand sei das überfällig, erklärte BÄK-Präsident Dr. med. (I) Klaus Reinhardt kürzlich. Er bekräftigte, dass der Abstimmungsprozess über das Leistungsverzeichnis sowie die Kalkulation der Leistungen mit der PKV kurz vor dem Abschluss stehe. Man könne Anfang 2020 eine konsentierte Gebührenordnung vorlegen, die auch mit den ärztlichen Berufsverbänden und den medizinischen Fachgesellschaften abgestimmt sei, sagte er. Dann sei die Politik am Zug, die neue GOÄ im Rahmen einer Verordnung umzusetzen. Allerdings dämpfte Reinhardt die Hoffnung auf eine rasche Einführung der neuen GOÄ. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe Zweifel geäußert, dass in dieser Frage eine Einigung mit der SPD möglich sei. Mit Blick auf eine Kommission, die Vorschläge für eine moderne Vergütung der ärztlichen Leistungen erarbeiten soll, sprachen sich Reinhardt und der Direktor des PKV-Verbands, Florian Reuther, für den Erhalt des dualen Systems aus. HK

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