ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2019Susanne Johna: In der Berufspolitik etwas bewegen

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Susanne Johna: In der Berufspolitik etwas bewegen

Dtsch Arztebl 2019; 116(48): A-2255 / B-1847 / C-1795

Korzilius, Heike

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Susanne Johna, Foto: MB Hessen
Susanne Johna, Foto: MB Hessen

Dr. med. Susanne Johna (54) ist neue 1. Vorsitzende des Marburger Bundes (MB). Die Internistin aus dem hessischen Kiedrich folgt auf Rudolf Henke, der nicht mehr zur Wahl antrat. Johna gehört bereits seit 2016 dem Bundesvorstand der Ärztegewerkschaft an. Im selben Jahr wurde sie auch in den Vorstand der Bundes­ärzte­kammer gewählt.

An der Berufspolitik reize sie, dass man tatsächlich etwas bewegen könne, „auch wenn mal Steine im Weg liegen“, sagt Johna, die sich selbst als Optimistin bezeichnet. Man könne einen gewissen Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen und dadurch nicht nur die Arbeitsbedingungen der Ärzte, sondern auch die Versorgung der Patienten verbessern. Dabei liegt Johna das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient besonders am Herzen, das sie durch den zunehmenden Kostendruck in der Medizin gefährdet sieht. Die Einführung des Fallpauschalensystems im Krankenhaus habe ihr „die Letztmotivation“ gegeben, sich berufspolitisch mehr zu engagieren. „Denn das ist nicht mehr meine Vorstellung der ärztlichen Profession“, sagt die Krankenhaushygienikerin, die nebenbei ein Studium der Gesundheitsökonomie absolviert hat. Johna will in ihrer Amtszeit insbesondere die Erarbeitung eines Positionspapiers zur Zukunft der Krankenhäuser vorantreiben. Der MB müsse hier Stellung beziehen und pauschalen Forderungen nach Klinikschließungen etwas entgegensetzen. Ein weiteres zentrales Anliegen ist die Sicherung der arztspezifischen Tarifverträge: „Das ist ein wichtiges Hauptziel.“ Heike Korzilius

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