ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2019HIV: Infektionen vieler Frauen zu spät erkannt

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HIV: Infektionen vieler Frauen zu spät erkannt

Dtsch Arztebl 2019; 116(49): A-2278

dpa

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Etwa vier Fünftel der neu erkrankten Frauen leben im östlichen Teil der WHO-Region Europa. Zu Europa zählen ECDC und WHO neben den EUund EWR-Ländern auch Russland und andere frühere Sowjetstaaten. Foto: picture alliance/Sebastian Beltran Gaete/Agencia Uno/dpa
Etwa vier Fünftel der neu erkrankten Frauen leben im östlichen Teil der WHO-Region Europa. Zu Europa zählen ECDC und WHO neben den EUund EWR-Ländern auch Russland und andere frühere Sowjetstaaten. Foto: picture alliance/Sebastian Beltran Gaete/Agencia Uno/dpa

Bei jeder zweiten Europäerin mit einer HIV-Infektion wird die Erkrankung erst in einem späten Stadium erkannt. Darauf hat das Europäische Zentrum für Krankheitsprävention und -kontrolle (ECDC) zum Welt-Aids-Tag hingewiesen. Dies gelte vor allem für Frauen im Alter von 40 bis 49 Jahren, bei denen eine zu späte Diagnose drei- bis viermal wahrscheinlicher sei als bei jüngeren. 54 Prozent der bekannten HIV-Fälle unter Frauen seien erst in einem späten Stadium festgestellt worden. Die Abdeckung mit HIV-Tests sei in der WHO-Region Europa noch immer relativ gering. Gleichzeitig deuteten diese Anteile an Spätdiagnosen darauf hin, dass HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten bei älteren Erwachsenen nicht ausreichend thematisiert würden. „Bei Frauen wird HIV generell später diagnostiziert als bei Männern“, sagte ECDC-Direktorin Andrea Ammon. Und umso älter sie seien, desto länger lebten sie mit einer nicht diagnostizierten HIV-Infektion. Es scheine so, als versagten die Systeme und Testbemühungen bei Frauen und älteren Erwachsenen. Wie aus einem auf Daten von 2018 basierenden Bericht von ECDC und dem Regionalbüro Europa der WHO hervorgeht, machen Frauen rund ein Drittel der mehr als 141 500 neuen HIV-Diagnosen in der Region aus. dpa

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