ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2019Nachhaltigkeit: Klinikum in Lübeck setzt auf Öko-zertifizierte Textilien

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Nachhaltigkeit: Klinikum in Lübeck setzt auf Öko-zertifizierte Textilien

Dtsch Arztebl 2019; 116(49): A-2319 / B-1903 / C-1847

Kahl, Kristin

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Als erstes Krankenhaus hat das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Lübeck kürzlich auf Bettwäsche umgestellt, die mit dem Grünen Knopf zertifiziert wurde. Das von der Bundesregierung initiierte Öko-Siegel soll unter nachhaltigen Bedingungen hergestellte Textilien auszeichnen und so mehr Transparenz über die Herstellungs- und Lieferprozesse schaffen.

Das staatliche Siegel zeichnet unter nachhaltigen Bedingungen hergestellte Textilien aus. Foto: ©Dibella b.v. 2019
Das staatliche Siegel zeichnet unter nachhaltigen Bedingungen hergestellte Textilien aus. Foto: ©Dibella b.v. 2019

„Es ist ein starkes Signal, dass das UKSH seinen Neubau mit Bettwäsche ausstattet, die mit dem Grünen Knopf zertifiziert ist“, sagte Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller anlässlich der Eröffnung. Das Klinikum übernehme damit Verantwortung für Mensch und Umwelt. „In der öffentlichen Beschaffung sollten mehr diesem Beispiel folgen“, so Müller weiter.

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„Ökologie und Sozialverträglichkeit gehört zur DNA des UKSH“, so Oliver Grieve, Pressesprecher des Klinikums. Besonders freut die Initiatoren, dass sie bereits mit ihrer Ausschreibung und vor Auszeichnung mit dem Siegel Nachhaltigkeitskriterien verfolgten. So setzt der Neubau auch an anderer Stelle auf Nachhaltigkeit. Der Lkw- und Botenverkehr wurde zentralisiert und beispielsweise durch Rohrpost ersetzt. Auch die Umstellung der Getränke- und Essensversorgung auf den Stationen hat einen Nachhaltigkeitseffekt – es müssen nun weniger Lebensmittel weggeworfen werden.

Der Grüne Knopf wird für Textilien vergeben, die insgesamt 46 Nachhaltigkeitskriterien erfüllen – dazu gehören Produktkriterien wie der Verbot gefährlicher Chemikalien, Grenzwerte für Abwässer und die biologische Abbaubarkeit, Unternehmenskriterien wie Transparenz und eine Ausrichtung auf Menschenrechte und Umweltschutz sowie soziale Kriterien wie das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, die Zahlung von Mindestlöhnen und das Recht der Arbeiterinnen und Arbeiter, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Aktuell lassen sich 27 Unternehmen durch den Grünen Knopf zertifizieren – unter ihnen nicht nur Anbieter von nachhaltiger Mode sondern auch Outdoor-Unternehmen und Lebensmitteldiscounter. kk

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