ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2019EU-Kommission: Von der Leyen sagt Krebs den Kampf an

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EU-Kommission: Von der Leyen sagt Krebs den Kampf an

Dtsch Arztebl 2019; 116(49): A-2277 / B-1869 / C-1817

dpa; afp; Maybaum, Thorsten

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Die neue EU-Kommission unter Ursula von der Leyen hat zum 1. Dezember ihr Amt angetreten. Erstmals seit mehr als 50 Jahren stellt nun Deutschland damit wieder die Spitze der mächtigen Brüsseler Exekutive – und erstmals überhaupt übernimmt eine Frau den EU-Chefposten. Die 61 Jahre alte Christdemokratin tritt die Nachfolge des Luxemburgers Jean-Claude Juncker an. Mit dem Hinweis auf ihre eigene Familiengeschichte hat die neue EU-Kommissionschefin dem Krebs in Europa den Kampf angesagt. „Als ich als Mädchen in Brüssel lebte, starb meine kleine Schwester im Alter von elf Jahren an Krebs“, sagte die 61-Jährige. „Ich erinnere mich an die enorme Hilflosigkeit meiner Eltern, aber auch der medizinischen Betreuer, die sich so liebevoll um sie kümmerten.“ Jeder kenne eine ähnliche Geschichte aus der eigenen Familie oder dem Bekanntenkreis, sagte von der Leyen. Die Zahl der Krebserkrankungen steige. Doch würden auch Diagnosemethoden und Behandlungen besser. „Europa wird im Kampf gegen Krebs die Führung übernehmen“, sagte von der Leyen. Die Kommission werde Anfang nächsten Jahres einen Plan vorlegen, der helfen werde, das Leiden an dieser Krankheit zu verringern. Das Europaparlament hatte auch von der Leyens Team mit 26 Kommissaren bestätigt. Neue EU-Kommissarin für Gesundheit ist Stella Kyriakides aus Zypern. Auch sie hatte dem Kampf gegen Krebs eine hohe Priorität eingeräumt. „Es gibt kaum Familien in Europa, die nicht in irgendeiner Weise von der Krankheit betroffen sind“, hatte sie Anfang Oktober in Brüssel bei ihrer Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments gesagt. dpa/afp/may

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