ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2019E-Health: Datenschutz ist nicht nebenbei möglich

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E-Health: Datenschutz ist nicht nebenbei möglich

Dtsch Arztebl 2019; 116(49): A-2276 / B-1868 / C-1816

Beerheide, Rebecca

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Große Aufregung hatte es kurz vor Verabschiedung des Digitale-Versorgung- Gesetzes um die Bereitstellung von Patientendaten für die Forschung gegeben. Foto: moodboard/stock.adobe.com
Große Aufregung hatte es kurz vor Verabschiedung des Digitale-Versorgung- Gesetzes um die Bereitstellung von Patientendaten für die Forschung gegeben. Foto: moodboard/stock.adobe.com

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat zu einer ehrlichen Debatte über Datensicherheit und Datenschutz im Gesundheitswesen aufgerufen. „Wir müssen in der Debatte den Schutz und die Sicherheit von Gesundheitsdaten deutlicher unterscheiden“, sagte Spahn auf der Digitalkonferenz des Branchenverbandes Bitcom. Die Datensicherheit werde die „Achillesferse für die Akzeptanz bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens“ sein. Datensicherheit sei nicht erst ein Problem, seit immer wieder Meldungen über unsichere Server und offene Patientendatensätze veröffentlicht würden. „In Arztpraxen wird Datensicherheit auch heute analog sehr unterschiedlich gehandhabt“, sagte der Minister. Daher müsse auch schon heute adressiert werden, wie künftig jede einzelne Praxis mit ihren Daten umgehen müsse und dass dafür die Verantwortung in den Praxen liege. „Die heutigen Standards, die einige Praxen haben, dürfen jetzt nicht ins Digitale übertragen werden“, so Spahn. Es könne nicht sein, dass Angehörige des Praxisinhabers sich um die IT-Sicherheit einer Praxis „nebenbei“ kümmerten. Dafür entwickelten die Kassenärztliche Bundesvereinigung gemeinsam mit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gerade eine entsprechende Richtlinie, so Spahn. Auch bei der Diskussion um die Datennutzung forderte Spahn Ehrlichkeit ein. „Wir können gerne lange über die Ethik von Datennutzung diskutieren. Aber wir sollten dann auch über die Ethik der Nichtnutzung von Daten sprechen“, betonte der Minister. bee

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