ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2019Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Zusatznutzen neuer Reserveantibiotika soll als belegt gelten

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Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Zusatznutzen neuer Reserveantibiotika soll als belegt gelten

Dtsch Arztebl 2019; 116(49): A-2276 / B-1868 / C-1816

Maybaum, Thorsten

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Der Bedarf an neuen Reserveantibiotika ist hoch. Foto: dpa
Der Bedarf an neuen Reserveantibiotika ist hoch. Foto: dpa

Die Große Koalition will Anreize für die Entwicklung neuer Reserveantibiotika setzen. Ein Änderungsantrag für das Faire-Kassenwettbewerb-Gesetz sieht vor, dass der Zusatznutzen von Reserveantibiotika künftig auf Antrag automatisch als belegt gelten soll. Eine frühe Nutzenbewertung muss dann nicht mehr erfolgen. Der Status kann befristet werden. Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss muss die Anforderungen an eine qualitätsgesicherte Anwendung des Reserveantibiotikums festlegen und dabei die Auswirkungen auf die Resistenzsituation berücksichtigen. „Aufgrund von Resistenzen gegen vorhandene Antibiotika fehlen vermehrt wirksame Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen“, schreiben Union und SPD in der Begründung. Die Resistenzbildung unterscheide das Therapiegebiet wesentlich von anderen Therapiegebieten und erfordere einen sachgerechten Einsatz von Antibiotika und die kontinuierliche Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika. Nur so könne sichergestellt werden, dass bakterielle Infektionen langfristig effektiv behandelbar seien. Der Bedarf an Reserveantibiotika sei hoch, neue Therapieoptionen jedoch selten. may

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