ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2019Digitale Versorgung: Zwangsdigitalisiert
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... In einer Zeit, wo das einfache Volk abgelenkt ist durch Greta und die sogenannte Klimakatastrophe, boxt Spahn sein Steckenpferd „lückenlose IT im Gesundheitswesen der gesetzlichen Kassen“ mit starker Faust durch. Die Privatversicherten – darunter alle Beamten und die meisten Politiker und Abgeordneten – haben Glück und bleiben mit ihren Gesundheitsdaten anonym und nicht digital erfasst.

Hier muss der zwangsdigitalisierte deutsche Kassenversicherte nachfassen und vor allem nachfragen, ob das nach dem Grundgesetz überhaupt möglich sein kann, das uns ja allen Gleichheit verspricht.

Die Spahnʼsche Überschwemmung mit Gesetzen zum Gesundheitswesen hat die Eigenschaft, dass die Öffentlichkeit – meistens von den Gesetzeswerkern überrascht – erst dann davon Kenntnis nimmt, wenn es schon zu spät ist, und genau so war es diesmal wieder. Es müssen demnach neuerdings alle Daten der gesetzlich Versicherten, das sind 73 Mio. Deutsche, an eine zentrale Sammelstelle weitergemeldet werden (Diagnosen, Therapien, Psychotherapien, Alkoholentzugskuren, Rezepturen, Arbeits­un­fähig­keits­dauern u. -ursachen, Geburtstag, Geschlecht, Familienstand, Adresse). Wir haben jetzt den Beginn der Datenapokalypse und den nächsten Schritt zum Überwachungsstaat, wie in vielen Science-Fiction-Romanen vorhergesagt, z. B. (1949) durch Autor George Orwell in „1984“.

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Pseudonymisierungen und Anonymisierungen sind für Hacker, die vor Jahren schon ins digitale Herz des Pentagon eingedrungen sind, heutzutage erst recht kein Problem mehr. Für die Juristen: Alle meine personenbezogenen Feststellungen und Behauptungen sind meine absolut persönliche Meinung.

Dr. med. Berthold Spahlinger, 74343 Sachsenheim

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