ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2019Pflege: Bemühungen um ausländische Fachkräfte verteidigt

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Pflege: Bemühungen um ausländische Fachkräfte verteidigt

Dtsch Arztebl 2019; 116(49): A-2277 / B-1869 / C-1817

dpa

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Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, wies erneut auf den großen Bedarf an Pflegefachkräften hin. Foto: picture alliance/Sven Braun/dpa
Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, wies erneut auf den großen Bedarf an Pflegefachkräften hin. Foto: picture alliance/Sven Braun/dpa

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn hat Bemühungen um ausländische Fachkräfte verteidigt, um die Personalnot in der Pflege zu lindern. Dies sei Zuwanderung, die in Deutschland benötigt werde, sagte der CDU-Politiker kürzlich in der Etatdebatte im Bundestag. „Wir werden den großen Bedarf in den nächsten Jahren nicht nur durch Ausbildung hier bei uns decken können.“ Spahn warnte davor, den Eindruck zu erwecken, Pflege könne mit ein bisschen Umschulen jeder. „Die Pflegebedürftigen merken ziemlich gut, ob da jemand mit Lust an diesem Beruf dabei ist oder ob jemand gezwungen wurde.“ Die Bundesregierung bemüht sich um Erleichterungen für wichtige Herkunftsländer wie Mexiko, die Philippinen und das Kosovo, um mehr Pflegekräfte für Deutschland zu gewinnen. Probleme bereiten oft langwierige Verfahren für Visa und die Anerkennung von Abschlüssen. Die AfD-Abgeordnete Birgit Malsack-Winkelmann kritisierte, es sei bisher nichts gekommen, um Asylbewerber gezielt in Pflegeberufe zu lotsen. Sie verwies auch auf Arbeitslose in Deutschland. Kordula Schulz-Asche (Grüne) warnte vor einem wachsenden Armutsrisiko durch steigende Eigenanteile in der Pflege und warf Spahn vor, es werde nicht angepackt. Der Minister will bis Jahresmitte einen Vorschlag vorlegen. Er strebt mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit bei den Eigenanteilen an. dpa

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