ArchivDeutsches Ärzteblatt PP12/2019Schwer psychisch kranke Patienten: NPPV-Projekt als Vorbild für vernetzte Versorgung

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Schwer psychisch kranke Patienten: NPPV-Projekt als Vorbild für vernetzte Versorgung

PP 18, Ausgabe Dezember 2019, Seite 533

Bühring, Petra

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Die gesetzliche Regelung für eine berufsgruppenübergreifende und koordinierte psychotherapeutische und psychiatrische Versorgung ist bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) auf ein positives Echo gestoßen. Der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. med. Andreas Gassen bezeichnete die im Gesetz zur Reform der Psy­cho­thera­peuten­aus­bildung aufgenommene Regelung als „Chance für eine verbesserte Vernetzung der bestehenden Versorgungsleistungen insbesondere für schwer psychisch erkrankte Menschen“. Gassen sieht, ebenso wie der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO), Frank Bergmann, in der gesetzlichen Vorgabe die Strukturen des Innovationsfondsprojekts einer „Neurologisch-psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung (NPPV)“ zugrunde gelegt, das seit im April 2017 in der Region der KVNO läuft. Bergmann bezeichnete das erfolgreich laufende Projekt auch als „Blaupause für die Regelversorgung“. „Ich freue mich, dass die Idee unseres NPPV-Projekts vom Gesetzgeber aufgegriffen wurde“, erklärte Bergmann jetzt.

Im NPPV-Projekt wird den Patienten jeweils ein fester Bezugsarzt oder -psychotherapeut als Lotse an die Hand gegeben, der ihre Versorgung bei Bedarf mit den anderen Fachgruppen koordiniert sowie Gruppenangebote und Online-Interventionen einbinden kann. Das Projekt läuft seit seinem Start sehr vielversprechend: 580 Fachärzte und Psychotherapeuten an 371 Praxisstandorten in Nordrhein haben sich seit April 2017 eingeschrieben. Rund 7 000 Patienten konnten für den NPPV-Vertrag rekrutiert werden. PB

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