ArchivDeutsches Ärzteblatt PP12/2019Reform der Psychotherapieausbildung: Mehr Geschichte, Theorie und Ethik im Studium

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Reform der Psychotherapieausbildung: Mehr Geschichte, Theorie und Ethik im Studium

PP 18, Ausgabe Dezember 2019, Seite 534

Bühring, Petra

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Das neue Hochschulstudium der Psychotherapie soll ab Wintersemester 2020 angeboten werden. Foto: skynesher/iStock
Das neue Hochschulstudium der Psychotherapie soll ab Wintersemester 2020 angeboten werden. Foto: skynesher/iStock

Die Verankerung von mehr Geschichte, Theorie und Ethik in dem Referentenentwurf für eine Approbationsordnung des neuen Psychotherapiehochschulstudiums fordern die Akademie für Ethik in der Medizin, der Fachverband Medizingeschichte und das Institut für Wissenschaftsforschung und Medizingeschichte der Universität Lübeck in einer Stellungnahme. Sie wollen eine ausreichende Auseinandersetzung mit Verantwortung in der Psychotherapie in der hochschulischen Lehre verankert wissen.

In dem Entwurf, den das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium am 17. Oktober vorgelegt hatte, fehle bisher für das Grundlagenfach Psychologie „eine ausreichende Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Verantwortung sowie mit historischen und theoretischen Fragestellungen“, heißt es in der Stellungnahme „Verantwortung in der Psychotherapie“. Als weitere Grundlagenfächer nennt der Entwurf Medizin und Pharmakologie. Diese Parallelen zum Medizinstudium machten es notwendig, sich auch mit der ethischen Verantwortung und der gesellschaftlichen Bedeutung des Faches auseinanderzusetzen, schreiben die Initiatoren. In der Medizin sei das Querschnittsgebiet „Geschichte, Theorie und Ethik“ (GTE) als obligatorisches Lehr- und Prüfungsfach in der Approbationsordnung verankert. Ein ebensolches Modul sollte auch in der Approbationsordnung für Psychotherapeuten vorgesehen werden. Defizite gebe es hier insbesondere für das Masterstudium. PB

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