ArchivDeutsches Ärzteblatt PP12/2019Bürokratie: Kein gesunder Menschenverstand
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Der Artikel spricht mir aus der Seele! Ich danke den Autoren und der Redaktion von PP!! Ja, angefangen hat es mit dem Qualitätsmanagement und der Diskrepanz zwischen ausufernden, kleinteiligen Bestimmungen und dem Nutzen für Therapeutin und Patienten/-innen. Dies auch in Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Psychotherapiepraxen 1-Personen-Betriebe, oft auch nur mit halbem Versorgungsauftrag und kleinen Räumlichkeiten sind. Die Datenmengen, die hin- und hergeschickt werden sind minimal. Aber der gesunde Menschenverstand ist leider suspendiert.

Im Zusammenhang mit der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) wird zugegeben, dass es keinen Nutzen für die Psychotherapiepraxen gibt. Warum muss dann nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip vorgegangen werden? Der Widerspruch zwischen erzwungener TI mit ihren faktischen Sicherheitslücken und einem Datenschutz, der eine Sicherheit suggeriert, die nicht seriös zu versprechen ist, liegt ebenfalls auf der Hand. Verschiedene technische Dienste haben mir inzwischen zu verstehen gegeben, dass die technischen Fehlerquellen des neuen Systems vielfältig und durchaus nicht zuverlässig unter Kontrolle sind.

Ich bin dieses Jahr 60 Jahre geworden und wünsche mir – soviel ich weiß mit vielen anderen Kollegen/-innen – mich in den letzten Jahre in Ruhe und mit – sicher begrenzter – Altersweisheit wieder den Kernaufgaben zu widmen.

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Dipl.-Psych. Uta Rode, 47533 Kleve

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