ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2019Lokaltherapie in der Behandlung von oligometastasierten und oligoprogredienten Krebserkrankungen

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Lokaltherapie in der Behandlung von oligometastasierten und oligoprogredienten Krebserkrankungen

The role of local treatment in oligometastatic and oligoprogressive cancer

Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 849-56; DOI: 10.3238/arztebl.2019.0849

Haussmann, Jan; Matuschek, Christiane; Bölke, Edwin; Orth, Klaus; Ghadjar, Pirus; Budach, Wilfried

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Hintergrund: Die Systemtherapie ist die Standardbehandlung bei den meisten disseminierten Tumorerkrankungen. Die Rolle der Lokaltherapie (LT) einzelner Tumorherde bei Patienten mit oligometastasierter Erkrankung ist unklar und Gegenstand wissenschaftlicher Studien.

Methode: Es erfolgte eine selektive Literaturrecherche in PubMed.

Ergebnisse: Radikale Lokaltherapien führen bei Oligometastasierung im Vergleich zu einer alleinigen Systemtherapie bei insgesamt vier randomisierten Studien zu einem Vorteil im Gesamtüberleben (OS). So konnte bei synchroner Metastasierung und stabilem Primärtumor eine Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens um circa zwei Jahre erreicht werden. Eine randomisierte Studie beim kleinzelligen Bronchialkarzinom zeigte keine OS-Verlängerung. Die LT resultiert in einer Erhöhung der Grad-III-Nebenwirkungen um circa 10 %.

Schlussfolgerung: Trotz Verankerung der Lokaltherapie in vielen Leitlinien dank einiger prospektiver und retrospektiver Daten verbleiben einige offene Fragen. Gegenwärtig sollte bei geeigneten Patienten eine interdisziplinäre Abwägung der LT für den individuellen Patienten erfolgen.

LNSLNS

Die Mehrzahl der Patienten mit metastasierter Tumorerkrankung kann durch eine Systemtherapie nicht geheilt werden. Die Frage, ob die Entfernung einzelner Tumorherde den Krankheitsverlauf ändert, ist unklar. Die in vielen Leitlinien empfohlene Praxis der radikalen Entfernung von limitierten Metastasen basiert auf großen Patientenserien mit unerwartet guten onkologischen Ergebnissen. Unklar ist jedoch, ob dies in einer selektierten, günstigen Tumorbiologie oder in der Lokaltherapie (LT) begründet ist.

1995 postulierten Hellman und Weichselbaum erstmals das Vorliegen eines Zwischenstadiums zwischen einer begrenzten lokalen Erkrankung, heilbar durch LT, und einer disseminierten inkurablen Situation (1). Patienten in diesem Zwischenstadium der „Oligometastasierung“ könnten mit einer LT erfolgreich therapiert werden. Eine weitere Rationale für eine Lokaltherapie basiert auf Ergebnissen von Autopsiestudien, die zeigen konnten, dass neue Metastasen aus bereits bestehenden gebildet werden. Eine Unterbrechung dieser Kaskade könnte das Tempo der Metastasierung reduzieren oder sogar komplett unterbinden (2).

Weil klare Definitionen zur Oligometastasierung ausblieben, traten häufiger Expertengruppen zur Konsensfindung zusammen; so wurde beispielsweise für das nichtkleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) eine Oligometastasierung auf ein Stadium beschränkt, bei dem maximal fünf Metastasen in maximal drei Organen vorliegen (3). Hier wird wie in der S3-Leitlinie zum Lungenkarzinom empfohlen, eine intensive Ausbreitungsdiagnostik mittels Magnetresonanztomografie des Schädels und Positronen-Emissions-Computertomogramm (PET-CT) zur Stadieneinteilung durchzuführen.

Als wichtiger prognostischer Faktor wird zwischen dem zeitlichen Auftreten der Metastasen simultan zum Primärtumor (synchron) oder nach dem Primärtumor (metachron) unterschieden (Grafik 1).

Schematische Darstellung unterschiedlicher Metastasierungskonzepte
Schematische Darstellung unterschiedlicher Metastasierungskonzepte
Grafik 1
Schematische Darstellung unterschiedlicher Metastasierungskonzepte

Mit dem Aufkommen schonenderer Lokaltherapien, wie den minimal-invasiven Operationstechniken, der stereotaktischen Radiotherapie (SRT) oder der Radiofrequenzablation (RFA), nahm das Interesse an der Evaluierung von Lokaltherapien in prospektiven Studien zu. Zusätzlich haben stetige Verbesserungen in der Systemtherapie, wie beispielsweise die Integration der Immuncheckpoint-Inhibitoren und Tyrosinkinaseinhibitoren, zu einer Verbesserung der systemischen Kontrolle und der Überlebenszeit geführt.

Prinzipiell sind zwei Ansätze bei der Integration einer lokalablativen Therapie bei einem Patienten mit metastasierter Tumorerkrankung möglich. Zum einen könnte die Lokaltherapie im Anschluss an eine Systemtherapie als konsolidierende Therapie durchgeführt werden. Damit soll das Auftreten neuer Metastasen verzögert oder verhindert werden. Zum anderen könnte die LT als erste metastasenspezifische Behandlung eingesetzt werden, um die weitere Ausbreitung der disseminierten Erkrankung zu stoppen. Dieses könnte den Einsatz einer Systemtherapie hinauszögern oder unter Umständen überflüssig machen (Grafik 2).

Darstellung möglicher Therapiealgorithmen bei Oligometastasierung und Oligoprogression
Darstellung möglicher Therapiealgorithmen bei Oligometastasierung und Oligoprogression
Grafik 2
Darstellung möglicher Therapiealgorithmen bei Oligometastasierung und Oligoprogression

Die LT ist ein etablierter Standard bei der Behandlung von Hirnmetastasen mit oligo- und polymetastasierter Erkrankungssituation. Hier konnte in mehreren randomisierten Studien gezeigt werden, dass eine aggressive lokale Metastasentherapie im Vergleich zur alleinigen Ganzhirnbestrahlung das Überleben verlängern kann (47).

Die Oligoprogression ist eine weitere klinische Situation, in der über den Einsatz einer Lokaltherapie diskutiert wird. Hiermit wird die Krankheitswiederkehr bei einem Patienten unter Systemtherapie beschrieben, der an wenigen Stellen neue, progrediente oder unzureichend ansprechende Läsionen erleidet, was als Ausdruck einer intratumoralen Heterogenität interpretiert wird. Ziel der lokal-ablativen Behandlung bei einer Oligoprogression ist die Zerstörung der nicht mehr ansprechenden Zellklone, um die Systemtherapie fortzusetzen (Grafik 2). Erstmals wurde der Ausdruck bei der zielgerichteten medikamentösen Therapie bei Lungenkarzinomen mit molekularen EGRF-, ALK- oder ROS1-Mutationen oder Translokationen verwendet (8). Die verfügbare Systemtherapie zeichnet sich durch hohe Ansprechraten, vergleichsweise milde Nebenwirkungsprofile und mindestens gleichwertige Gesamtüberlebensraten zur zytotoxischen Therapie aus. Bei nahezu allen Patienten kommt es jedoch im Laufe der Therapie zur Entwicklung von Resistenzen.

Methode

Es erfolgte eine selektive Literaturrecherche in PubMed. Gesucht wurde nach Studien, die den onkologischen Nutzen und die Nebenwirkungen einer Lokaltherapie bei Patienten mit metastasierter solider Tumorerkrankung evaluierten. Wir identifizierten zahlreiche retrospektive Analysen, viele prospektive einarmige Studien sowie einige prospektive randomisierte Studien (n = 15). Hierbei wurde zwischen der histologischen Entität (summierte oder einzelne Histologien), der Modalität der LT (Chirurgie, ablative Radiotherapie oder andere), der Anwendung der LT (mehrere Organsysteme oder organspezifisch), der metastasierten Erkrankungssituation (Poly- oder Oligometastasierung) sowie dem Grad der Lokalbehandlung, zum Beispiel Teilbehandlung des Primärtumors oder vollständige Behandlung aller bekannten Tumorlokalisationen, unterschieden. Hinzu kommt als weitere Variable das diagnostische Verfahren, mit dem das Erkrankungsstadium festgelegt wurde. Im Folgenden wird die höherwertige Evidenz für lokale Therapieoptionen bei Oligometastasierung und -progression, unterteilt nach Histologie, dargestellt (Tabelle).

Prospektive Studien zur lokalen Therapie von oligometastasierten Krebserkrankungen
Prospektive Studien zur lokalen Therapie von oligometastasierten Krebserkrankungen
Tabelle
Prospektive Studien zur lokalen Therapie von oligometastasierten Krebserkrankungen

Gemischte Histologien

Palma et al. untersuchten in einer randomisierten Phase-II-Screening-Studie bei Patienten mit unterschiedlichen soliden Tumorerkrankungen, metachroner Metastasierung an ≤ 5 Stellen und kontrolliertem Primärtumor, ob die stereotaktische Radiotherapie (n = 66) im Gegensatz zur Standardbehandlung (palliative Radiotherapie und Standard-Systemtherapie) zu einer Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) führte. Die Behandlung mittels stereotaktischer Radiotherapie (SRT) konnte das mediane OS von 28 auf 41 Monate signifikant verlängern (p = 0,09; Hazard Ratio [HR] = 0,57). Dieses Ergebnis wurde auf eine Verdopplung des progressionsfreien Überlebens (PFS) zurückgeführt (p = 0,0012; HR = 0,47). Die Lebensqualität war durch die SRT nicht beeinträchtigt. Allerdings kamen im SRT-Behandlungsarm drei Todesfälle (4,5 %) vor, die möglicherweise mit der Bestrahlungstherapie assoziiert waren (9).

Zusätzlich wurde eine Reihe von prospektiven einarmigen Studien durchgeführt. Die größte hiervon schloss 147 metachron metastasierte Patienten mit 1–5 Metastasen ein, die durch PET-CT evaluiert und mit SRT lokal behandelt wurden. Die Rate an Grad-III+-Toxizitäten ergab 3,4 % und die 2- und 5-Jahresüberlebensrate (JÜR) lag bei 45 % und 43 % (10). Weitere Studien berichteten ein PFS von 5–11 Monaten und 5-JÜR von 30–42 % (11, 12, 1316).

Lungenkarzinom

Eine auf individuellen Patientendaten basierende Metaanalyse konnte zeigen, dass lokal therapierte, oligometastasierte Patienten mit einem nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) eine 5-JÜR von circa 30 % erreichen können (17, 18). Prognostische Faktoren hierbei waren der Zeitpunkt der Metastasierung im Krankheitsverlauf (syn- oder metachron), der Nodalstatus und der histologische Subtyp (17). Andere Studien konnten den Allgemeinzustand, die Anzahl und Größe der Metastasen sowie den Einsatz einer LT als die Prognose beeinflussende Elemente identifizieren (19, 20).

Inzwischen wurde in zwei randomisierten Phase-II-Studien belegt, dass bei synchroner Metastasierung nach einer adäquaten Systemtherapie und stabilem Primärtumor mit maximal drei weiteren Läsionen eine Lokaltherapie (in beiden Studien hauptsächlich Strahlentherapie) zu einer Verdopplung des progressionsfreien Überlebens (9,7 versus 3,5 Monate und 14,2 versus 4,4 Monate) führt (2123). Eine signifikante Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens um circa zwei Jahre konnte ebenfalls nachgewiesen werden (24). Außerdem zeigte die Studie von Gomez et al. erstmals, dass das Auftreten von neuen Metastasen durch die Lokaltherapie reduziert oder verzögert wurde (22). Dieser Therapieansatz wird jetzt in mehreren großen randomisierten Phase-III-Studien weiter evaluiert (25). Die aktuelle US-amerikanische Leitlinie des National Comprehensive Cancer Network (NCCN) empfiehlt bei selektierten metastasierten Patienten mit 3–5 Herden und niedriger Tumorlast die Systemtherapie und Lokaltherapie (26).

Beim kleinzelligen Bronchialkarzinom erreichte die Erweiterung der Lokalbehandlung aller Läsionen über die etablierten Konzepte der prophylaktischen Ganzhirnbestrahlung (PCI) (27) und der konsolidierenden thorakalen Bestrahlung von Primarius und Lymphknoten (28) in einer kleinen randomisierten Studie bei fortgeschrittenen Tumoren nach Chemotherapie im Vergleich zur alleinigen PCI keinen Überlebensvorteil (29).

Prostatakarzinom

Die Ergebnisse zweier kleiner randomisierter Studien zeigen, dass eine SRT aller metachron aufgetretenen Metastasen im Gegensatz zu einer Observation die Zeit bis zum Beginn einer Androgendeprivationstherapie (ADT) um durchschnittlich acht Monate verzögern beziehungsweise den Anteil von Patienten, die nach sechs Monaten einen Progress der Erkrankung erleben, von 67 % auf 29 % reduzieren kann (30, 31).

Eine einarmige prospektive Studie mit Lokaltherapie bei 33 Probanden zeigte, dass ein Drittel der behandelten Patienten keinerlei Fortschreiten ihrer Erkrankung erlebte und 48 % der Patienten, die noch keine ADT erhielten, auch nach zwei Jahren keine ADT benötigten. Eine Veränderung der Lebensqualität zeigte sich nicht (32).

In der metastasierten Situation stellt die radikale Bestrahlungstherapie des Primärtumors eine sinnvolle Option dar. Die gepoolten Ergebnisse zweier randomisierter Studien belegten für oligometastasierte Patienten (weniger als fünf Knochenherde in konventioneller Bildgebung) einen signifikanten Überlebensvorteil von 70 % zu 77 % bei Prostatabestrahlung im Vergleich zur alleinigen ADT nach drei Jahren (3335). Nach den NCCN-Leitlinien ist dies eine mögliche Standardtherapie eines synchron metastasierten, hormonsensitiven Tumors (36).

Kolorektales Karzinom

Nach der aktuellen deutschen S3-Leitlinie ist die Operation bei resektablen und prognostisch günstigen hepatischen Filiae das empfohlene Verfahren (37). Diese lang etablierte Praxis basiert auf zahlreichen retrospektiven und einarmigen prospektiven Fallserien, in denen ein langes krankheitsfreies Intervall und bei einem Teil der Patienten eine dauerhafte Heilung erreichen werden konnte (38).

In einer randomisierten Phase-II-Studie konnte erstmals nachgewiesen werden, dass die zusätzliche lokale Therapie mittels Radiofrequenzablation mit optionaler nachfolgender Resektion im Vergleich mit alleiniger Chemotherapie bei Patienten mit solitärer nichtresektabler hepatischer Metastasierung von bis zu neun Metastasen die hepatische Metastasierung besser kontrollierte (39). Das Rezidivmuster wurde so verändert, dass hepatisch die Rezidivrate gesenkt wurde und extrahepatisch auf gleichem Niveau verblieb. Dieser Effekt übersetzte sich in eine signifikante Verlängerung des medianen PFS um absolut sieben Monate und der 5-JÜR von 30,3 % auf 43,1 % mit circa 20 % Langzeitüberlebern (40).

Die zusätzliche Chemotherapie bei Patienten mit komplett resezierten Lebermetastasen konnte bisher keinen eindeutigen Überlebensvorteil demonstrieren (e1, e2).

Mammakarzinom

Die Effektivität der systemischen Therapieoptionen beim metastasierten Brustkrebs macht diese zum Mittel der ersten Wahl auch bei limitierter Metastasierung. Dorn et al. konnten retrospektiv zeigen, dass auch bei disseminiertem Mammakarzinom eine Oligometastasierung ein besseres Therapieansprechen haben kann und somit eine bessere Prognose aufweist als eine Polymetastasierung (e3). Für den zusätzlichen Einsatz von Lokaltherapie liegen prospektiv nur einarmige Studien vor. Die operative Metastasektomie kann bei Patientinnen mit einer kompletten Resektion, einem mindestens dreijährigen krankheitsfreien Intervall und einer solitären Metastasierung 15-Jahresüberlebensraten von 26 % erreichen (e4). Ein jahrzehntelanges rezidivfreies Überleben ist für metastasierte Patienten mit alleiniger Systemtherapie untypisch. Greenberg et al. zeigten, dass 1,6 % der Patientinnen mit einer kompletten Remission nach 15 Jahren eine anhaltende Tumorfreiheit erreichen konnten (e5).

Auch „matched pair“-Analysen (e6, e7) weisen auf einen Überlebensvorteil für den Einsatz einer Lokaltherapie hin. Die „matched pair“-Analyse in (e7) ist knapp nichtsignifikant. Letztendlich ist die Effektivität im Vergleich zur alleinigen Systemtherapie unklar, weshalb ein möglicher Überlebensvorteil in einer randomisierten Studie überprüft wird (e8). Die deutsche S3-Leitlinie und die europäischen ESMO-Guidelines empfehlen bei ausgewählten oligometastasierten Patienten die individuelle und interdisziplinäre Prüfung eines kurativen multimodalen Ansatzes (e9, e10).

Oligoprogression

Bei der zielgerichteten Therapie des Lungenkarzinoms mit aktivierenden Mutationen kommt es in den meisten Fällen zu einer Entwicklung von Resistenzen. Im Vergleich zur Umstellung der Systemtherapie konnte in retrospektiven Fallsammlungen die lokale Therapie einzelner radiologisch messbarer Läsionen das progressionsfreie Überleben verlängern (e11e18). In einer „matched pair“-Analyse zeigten sich Hinweise, dass die Lokaltherapie und die Fortsetzung der Tyrosinkinaseinhibitoren-Therapie im Vergleich zur Umstellung auf eine zytotoxische Therapie eine Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS) erreichen kann (28,2 versus 14,7 Monate) (e11). Eine retrospektive Analyse (n = 145) suggeriert darüber hinaus, dass eine konsolidierende LT aller Metastasen und des Primärtumors zu einer OS-Verbesserung gegenüber einer eingeschränkten LT oder gar keiner LT führen könnte (40,9; 34,1 und 30,8 Monate; p < 0,001). Der Radiotherapie-assoziierte Anteil an den Grad-III-Nebenwirkungen lag bei rund 25 % (e14). Die NCCN- und ESMO-Guidelines empfehlen bei wenigen progredienten Herden die Prüfung einer LT als erste Option (26, e19).

Diskussion

Die Ergebnisse einiger heterogener, randomisierter Studien mit überwiegend kleiner Fallzahl sowie die Analysen prospektiver und retrospektiver Datensammlungen weisen darauf hin, dass bei oligometastasierten Patienten eine lokale ablative Therapie das progressionsfreie und das Gesamtüberleben im Vergleich zu einer alleinigen Systemtherapie bei unterschiedlichen Tumorentitäten verbessern kann (Tabelle). Die beste Studienlage liegt zum nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom sowie zum kolorektalen Karzinom vor.

Die lokale Kontrolle durch chirurgische Resektion oder Radiotherapie scheint gleichwertig zu sein (e20, e21). Allerdings ermöglicht die Operation eine histologische Analyse des Resektats, wohingegen die Radiotherapie prospektiv besser etabliert ist und als nichtinvasives Verfahren geringe Nebenwirkungsraten aufweist (e22). Einzelne schwere Toxizitäten wurden jedoch bei Herden am Lungenhilus, paraösophageal oder in unmittelbarer Nachbarschaft zum Darm berichtet (11, e23). Die dargestellten prospektiven Daten zeigen eine Erhöhung der kumulativen Grad-III-Nebenwirkungen um circa 10 % bei einer Häufigkeit von circa 13 %. Die Lebensqualität scheint durch die LT nicht beeinträchtigt zu werden (9, 10).

Weniger gut ist die Evidenz bei der Oligoprogression unter Systemtherapie. In einigen retrospektiven Fallsammlungen konnte durch eine zusätzliche LT bei unveränderter Systemtherapie, im Vergleich zu einer Umstellung der Systemtherapie, ein Nutzen gezeigt werden (8, e11e16, e24).

Viele Detailfragen in diesem Feld sind jedoch noch ungeklärt und Gegenstand laufender Studien:

  • Welche Patienten haben den größten Vorteil von einer Lokaltherapie?
  • Ab welcher Anzahl von Metastasen ist eine Lokaltherapie nicht sinnvoll?
  • Welche Therapiesequenz und welche Lokaltherapie sind ideal?
  • Ist auch eine nur partielle Behandlung des Tumorausmaßes sinnvoll?
  • Sollte eine Systemtherapie immer durchgeführt werden, oder kann die Lokaltherapie alleine ausreichen?
  • Kann ein eindeutiger Überlebensvorteil für die Lokaltherapie ohne erhöhte Toxizitäten durch multizentrische Phase-III-Studien bestätigt werden?

Bei der Entscheidungsfindung stehen Ärzte aktuell in einem problematischen Spannungsfeld. Die Lokaltherapie stellt einerseits auf Basis von wissenschaftlich suboptimaler Evidenz einen Therapiestandard bei manchen Erkrankungen dar. Hinzu kommen jetzt kleine randomisierte Studien, die eine Verbesserung des OS durch die LT berichten. Die Probandenzahl in einigen dieser Studien ist auch deshalb begrenzt, weil sie aufgrund des großen Effekts der LT vorzeitig abgebrochen wurden und eine Fortführung als nicht ethisch vertretbar eingestuft wurde. Wegen der kleinen Patientenpopulationen wurden allerdings bei einigen Erkrankungen größere Bestätigungsstudien gestartet, um dies zukünftig als Standardbehandlung etablieren zu können. Viele Leitlinien bezeichnen die LT bereits heute als eine therapeutische Option, ohne immer eine klare Abgrenzung anzugeben.

Eine weitere Komponente, die die Sicht auf diese Problematik ändern könnte, ist das zunehmende biologische Verständnis der metastasierten Erkrankungen. Der Verlauf einer disseminierten Tumorerkrankung wird zunehmend als Spektrum betrachtet, das zwischen den Extremen einer jahrelangen Stabilität und eines rapiden Fortschreitens liegen kann (Grafik 3). Trotz der vielversprechenden Ansätze erleidet die Mehrheit der selektierten und behandelten Patienten ein Rezidiv. Nach welchen Kriterien können also Patienten mit einer vorteilhaften Tumorbiologie identifiziert werden, die von einer LT profitieren? Bisherige Selektionsstrategien basieren auf klinisch messbaren Parametern, wie Tumorstadium, Allgemeinzustand und Zeitpunkt des Auftretens der Metastasen. Bereits in der Hypothese von Hellman und Weichselbaum war die Biologie der Tumorerkrankung ein zentraler Aspekt bei der Einschätzung des Krankheitsverlaufs (1). Unterschiedliche Arbeitsgruppen zeigten, dass molekulare Marker, wie microRNAs (12, e25) und zirkulierende Tumorzellen (e26), einen prognostischen Wert besitzen und helfen könnten, Patienten mit einer vorteilhaften Tumorbiologie zu identifizieren. Für das kolorektale Karzinom wurde außerdem gezeigt, dass die Kombination aus biologischen und klinischen Faktoren eine neue Klassifizierung erlauben könnte, die eine bessere Patientenselektion ermöglicht (e27). Insgesamt scheint die Oligometastasierung oder Oligoprogression nur einen Ausschnitt im breiten Spektrum der metastasierten Tumorerkrankung abzubilden.

Schematische Darstellung des Spektrums einer metastasierten Tumorerkrankung mit unterschiedlichem biologischen Verhalten und dessen Einfluss auf den Erfolg einer Lokaltherapie
Schematische Darstellung des Spektrums einer metastasierten Tumorerkrankung mit unterschiedlichem biologischen Verhalten und dessen Einfluss auf den Erfolg einer Lokaltherapie
Grafik 3
Schematische Darstellung des Spektrums einer metastasierten Tumorerkrankung mit unterschiedlichem biologischen Verhalten und dessen Einfluss auf den Erfolg einer Lokaltherapie

Für die Patientenberatung im Alltag schlagen wir eine individuelle Betrachtung jedes einzelnen Falls vor. Es sollte eine Einschätzung der prognostischen Parameter erfolgen (guter Allgemeinzustand, längeres krankheitsfreies Intervall, günstige Tumorbiologie, geringe Tumorlast) und eine individuelle Diskussion der Optionen in einer multidisziplinären Konferenz in einem Tumorzentrum mit entsprechender Expertise. Nachfolgend sollten die Patienten über mögliche Vor- und Nachteile einer Lokaltherapie sowie die wissenschaftlichen Unsicherheiten aufgeklärt werden. Die Behandlung sollte präferentiell in klinischen Studien erfolgen. Falls dies nicht möglich ist, wird eine Therapie auf der Grudlage der publizierten prospektiven Studien sowie der Leitlinien empfohlen.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 9. 5. 2019, revidierte Fassung angenommen: 23. 9. 2019

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Wilfried Budach
Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Medizinische Fakultät
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Moorenstrasse 5
40225 Düsseldorf
wilfried.budach@med.uni-duesseldorf.de

Zitierweise
Haussmann J, Matuschek C, Bölke E, Orth K, Ghadjar P, Budach W: The role of local treatment in oligometastatic and oligoprogressive cancer. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 849–56.
DOI: 10.3238/arztebl.2019.0849

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
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Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Medizinische Fakultät Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: Dr. med. Jan Haussmann, PD Dr. med. Christiane Matuschek, Prof. Dr. med. Edwin Bölke, Prof. Dr. med. Wilfried Budach
Goslar: Prof. Dr. med. Klaus Orth (ehemals Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Asklepios Harzkliniken Goslar)
Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie, Charité Universitätsmedizin Berlin:
Prof. Dr. med. Pirus Ghadjar
Schematische Darstellung unterschiedlicher Metastasierungskonzepte
Schematische Darstellung unterschiedlicher Metastasierungskonzepte
Grafik 1
Schematische Darstellung unterschiedlicher Metastasierungskonzepte
Darstellung möglicher Therapiealgorithmen bei Oligometastasierung und Oligoprogression
Darstellung möglicher Therapiealgorithmen bei Oligometastasierung und Oligoprogression
Grafik 2
Darstellung möglicher Therapiealgorithmen bei Oligometastasierung und Oligoprogression
Schematische Darstellung des Spektrums einer metastasierten Tumorerkrankung mit unterschiedlichem biologischen Verhalten und dessen Einfluss auf den Erfolg einer Lokaltherapie
Schematische Darstellung des Spektrums einer metastasierten Tumorerkrankung mit unterschiedlichem biologischen Verhalten und dessen Einfluss auf den Erfolg einer Lokaltherapie
Grafik 3
Schematische Darstellung des Spektrums einer metastasierten Tumorerkrankung mit unterschiedlichem biologischen Verhalten und dessen Einfluss auf den Erfolg einer Lokaltherapie
Prospektive Studien zur lokalen Therapie von oligometastasierten Krebserkrankungen
Prospektive Studien zur lokalen Therapie von oligometastasierten Krebserkrankungen
Tabelle
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