ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2019Diabetes Typ 2: Chronikerprogramm sollte überarbeitet werden

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Diabetes Typ 2: Chronikerprogramm sollte überarbeitet werden

Dtsch Arztebl 2019; 116(50): A-2327 / B-1911 / C-1855

Hillienhof, Arne

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Das IQWiG hat 37 Leitlinien in die aktuelle Analyse des DMP Diabetes einbezogen, aus denen 1 963 Empfehlungen abgeleitet wurden. Foto: Pixel-Shot/stock.adobe.com
Das IQWiG hat 37 Leitlinien in die aktuelle Analyse des DMP Diabetes einbezogen, aus denen 1 963 Empfehlungen abgeleitet wurden. Foto: Pixel-Shot/stock.adobe.com

Das Disease Management Programm (DMP) zu Diabetes Typ 2 entspricht nicht mehr dem Stand der Wissenschaft und sollte überarbeitet werden. Zu diesem Schluss kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nach einer Leitlinienrecherche. Einen Überarbeitungsbedarf sieht das Institut vor allem für die Aspekte „Blutglukosesenkende medikamentöse Therapie“ sowie „Begleit- und Folgeerkrankungen“ des Diabetes mellitus Typ 2. Das IQWiG weist zudem darauf hin, dass seit der letzten Aktualisierung im Jahr 2012 weitere technische Hilfsmittel verfügbar seien. Nach den Leitlinien könnten auch bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 mit sehr schwer kontrollierbaren Blutzuckerspiegeln technische Hilfsmittel zur Kontrolle und Regulierung des Blutzuckerspiegels empfohlen werden. In den Richtlinien sei das bisher noch nicht berücksichtigt. Auch bei der Erfassung und Behandlung von Begleit- und Folgeerkrankungen gibt es der Analyse zufolge Aktualisierungsbedarf. „Drei der vom IQWiG untersuchten internationalen Leitlinien empfehlen ein regelmäßiges Screening auf Depressionen. Diese Empfehlung sollte bei der Aktualisierung des DMP Diabetes mellitus Typ 2 umgesetzt werden“, so das IQWiG. Ein möglicher Aktualisierungsbedarf wird außerdem bei der Behandlung von infizierten Fußwunden gesehen, um Amputationen zu vermeiden. hil

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