ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2019Fritz von Weizsäcker †: Vorbildlicher Arzt, Forscher und Lehrer

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Fritz von Weizsäcker †: Vorbildlicher Arzt, Forscher und Lehrer

Dtsch Arztebl 2019; 116(50): A-2365 / B-1941 / C-1881

Blum, Hubert E.

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Fritz von Weizsäcker, Foto: Schlosspark-Klinik
Fritz von Weizsäcker, Foto: Schlosspark-Klinik

Prof. Dr. med. Fritz Freiherr von Weizsäcker (59) wurde am 19. November während eines Vortrags von einem offenbar psychisch kranken Täter mit einem Messer tödlich verletzt. Mit ihm starb der Mittelpunkt seiner Familie, ein fürsorglicher Arzt, ein engagierter und kluger Kollege und Mentor, ein international renommierter Forscher sowie ein unvergesslicher Freund.

Fritz von Weizsäcker studierte Medizin in Bonn und Heidelberg. Es folgte ein praktisches Jahr an der Mayo Medical School in Rochester, am MD Anderson Hospital in Houston sowie am Boston City Hospital und am Brigham and Women’s Hospital in Boston. Von 1983 bis 1986 nahm er am PhD-Programm am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie in Heidelberg teil. Von 1987 bis 1990 war er als Assistenzarzt am Universitätsklinikum Freiburg tätig, gefolgt von einer Postdoktorandenzeit am Massachusetts General Hospital in Boston und einer Tätigkeit als Assistenzarzt am Universitätsspital Zürich. Ab 1994 war Fritz von Weizsäcker Assistenzarzt, klinischer Oberarzt und Leitender Oberarzt sowie Stellvertretender Ärztlicher Direktor an der Universitätsklinik Freiburg. 2005 wurde er zum Chefarzt der Inneren Abteilung der Schlosspark-Klinik in Berlin gewählt, wo er bis zuletzt tätig war. Neben dem klinischen Engagement als Arzt und Lehrer, insbesondere in der Gastroenterologie und Hepatologie, war er ein begeisterter und begeisternder Forscher auf dem Gebiet molekularer antiviraler Strategien, speziell der Therapie der Hepatitis-B-Virus-Infektion. Prof. em. Dr. med. Hubert E. Blum

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