ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2019Ursula von der Leyen: Eine Ärztin an der Spitze der Europäischen Union

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Ursula von der Leyen: Eine Ärztin an der Spitze der Europäischen Union

Dtsch Arztebl 2019; 116(50): A-2365 / B-1941 / C-1881

Korzilius, Heike

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Ursula von der Leyen, Foto: Pietro Naj/Oleari EP
Ursula von der Leyen, Foto: Pietro Naj/Oleari EP

Mit Dr. med. Ursula von der Leyen (61) steht seit dem 1. Dezember eine Ärztin an der Spitze der Europäischen Union. Das Amt als Präsidentin der EU-Kommission ist mit dem einer nationalen Regierungschefin zu vergleichen. In die Politik stieg die Tochter des früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht (CDU) relativ spät ein. Erst mit 43 Jahren trat sie der CDU bei und machte dann rasch Karriere. Von 2003 bis 2005 war von der Leyen niedersächsische Familienministerin, von 2005 bis 2009 Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin, von 2009 bis 2013 Bundesarbeitsministerin und von 2013 bis 2019 Bundesverteidigungsministerin. Sie gehörte 14 Jahre dem Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an und ist damit deren längstgediente Ministerin. Der Wechsel nach Europa kam überraschend. Doch der CDU-Politikerin gelang es schnell, die Mehrheit des Europäischen Parlaments hinter sich zu bringen.

Ihre Kindheit verbrachte von der Leyen in Brüssel, 1970 zog die Familie nach Niedersachsen. Nach einem Ausflug in die Volkswirtschaftslehre studierte von der Leyen Medizin und arbeitete zuletzt als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Medizinischen Hochschule Hannover. Die passionierte Reiterin ist mit dem Arzt Heiko von der Leyen verheiratet, mit dem sie sieben Kinder hat. Vor diesem Hintergrund ist es nicht erstaunlich, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eines ihrer großen politischen Themen war. In der EU-Kommission hat sie sich jetzt unter anderem dem Klimaschutz, der Digitalisierung und dem Kampf gegen Krebs verschrieben. Heike Korzilius

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