ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2019Mira – Migräne-Radar: Kopfschmerz bürgerwissenschaftlich erforschen

APPS

Mira – Migräne-Radar: Kopfschmerz bürgerwissenschaftlich erforschen

Kahl, Kristin

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: vege/ stock.adobe.com [m]
Foto: vege/ stock.adobe.com [m]

Als mobile Version des interdisziplinären Förderprojekts Kopfschmerz-Radar verfolgt die App Mira – Migräne-Radar einen bürgerwissenschaftlichen Ansatz: Nutzerinnen und Nutzer sollen über die von ihnen eingegebenen Daten zur Kopfschmerzforschung beitragen.

Dazu führen Betroffene ein digitales Kopfschmerztagebuch, in das sie Migräne-attacken und -anfälle eintragen. Davon ausgehend erhalten sie statistische Auswertungen ihrer eigenen Daten (Kopfschmerzübersicht, Kalender, Verteilung der Intensität, Intensitätsdauer et cetera), die ihnen Aufschluss über den dazugehörigen Kontext und mögliche Auslöser geben können. Darüber hinaus gibt es statistische Auswertungen von Migräneanfällen in Deutschland. So sollen allgemeine Erkenntnisse über Umweltsituationen gesammelt werden, die Migräne-auslösend wirken – beispielsweise, um regionale Wetter- und Umweltdaten mit der Anfallscharakteristik zu verbinden. Mittel- und langfristig sollen so Präventions- und Therapiemaßnahmen gefunden werden. kk

Fazit: „Die App erfasst verschiedene gesundheitsbezogene Daten und kann so gegebenenfalls zu einem besseren Krankheitsverständnis beitragen. Die iOS-Version sollte jedoch idealerweise nachgebessert werden, da es hier teils nicht möglich ist, neue Eintragungen zu Migräne-/Kopfschmerzanfällen zu tätigen beziehungsweise diese auszuwählen. Die zum Projekt gehörige Webseite liefert umfangreiche Informationen und stellt ein ausführliches FAQ zur Verfügung.“

Zentrum für Telematik und Telemedizin (ZTG)


Anbieter: Migräne-Radar, Hof, mirakontakt@hof-university.de

Datentransport: Die Kommunikation wird verschlüsselt via https.

Offlinemodus: Für die Meldung von Anfällen ist eine Internetanbindung notwendig.

Registrierung: Eine Anmeldung ist vorgesehen; ein Probezeitraum ohne Registrierung aber möglich.

Kosten: Die App ist kostenfrei erhältlich.

ZTG-Prüfunterlagen: http://daebl.de/BU88

App im iTunes-Store

App im Google Play Store

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Themen:

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote