ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2019Influenza: Fehlentscheidung
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Das Europäische Centre for Disease Prevention and Control hatte gemeinsam mit der WHO 2017 nochmals bei der A(H3N2)-Influenza-Komponente den Wechsel von A/Hong Kong/4801/2014 auf A/Singapore/INFIMH-16–0019/2016 und beim Influenza-B-Subtyp den Wechsel von B/Victoria auf B/Yamagata empfohlen.

Die gemeinsame Fehlentscheidung von G-BA, Robert Koch-Institut (RKI) und STIKO, in der Wintersaison 2017/18 auf den billigeren trivalenten Influenza-Impfstoff zurückzugreifen, hat auf die allgemeine Mortalität durchgeschlagen.

Der teurere, tetravalente Influenza-Impfstoff hätte dagegen die Lücken bei der Influenza-Epidemiebekämpfung geschlossen: Tetravalent bedeutet, A(H3N2)-Komponente A/Singapore/INFIMH-16–0019/
2016 und B/Yamagata waren im tetravalenten Grippeimpfstoff bereits mit eingebaut und hätten unter geringer Kostensteigerung einen optimierten Grippeschutz ermöglicht. 

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Bereits für die Grippesaison 2013/2014 hatte die WHO einen 4-fach Influenza-Impfstoff neben der 3-fach-Vaccine empfohlen. Dennoch mahnte das RKI nur bessere Impfraten an, um von fehlgeleiteter Impfstofflogistik abzulenken?

„Schwerste Grippewelle seit 2001 – Im letzten Winter gab es mehr Influenza-Erkrankungen als in jeder Grippesaison seit 2001, berichtet das Robert Koch-Institut Ende 2018 und plädiert für einen besseren Impfschutz“ heißt es. Doch wesentliche Ursache für die geschätzten neun Millionen Influenza-bedingten Arztbesuche 2017/2018 waren und sind die hohen Versagerquoten bei Verabreichung der von der STIKO und dem RKI empfohlenen 3-fach-Influenza-Billigimpfungen der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV).

Dr. med. Thomas G. Schätzler, 44135 Dortmund

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