ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2019Tarifverhandlungen: Gespräche für Ärzte an Universitätskliniken vertagt

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Tarifverhandlungen: Gespräche für Ärzte an Universitätskliniken vertagt

Dtsch Arztebl 2019; 116(50): A-2328 / B-1912 / C-1856

Maybaum, Thorsten; dpa

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Der Tarifvertrag (TV-Ärzte) gilt für rund 20 000 Ärzte in bundesweit 23 Universitätskliniken. An einigen Unikliniken gilt der TVÄrzte nicht. Foto: jacoblund/iStock
Der Tarifvertrag (TV-Ärzte) gilt für rund 20 000 Ärzte in bundesweit 23 Universitätskliniken. An einigen Unikliniken gilt der TVÄrzte nicht. Foto: jacoblund/iStock

Die Tarifverhandlungen für Ärzte an Universitätskliniken sind vorerst ohne Ergebnis geblieben. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vertagten die Verhandlungen auf den 4. und 5. Februar 2020. „Die Positionen klaffen noch weit auseinander. Es wäre verfrüht, von einer Annäherung zu sprechen“, sagte MB-Verhandlungsführer Christian Twardy. Die TdL müsse verstehen, dass die Ärzte in den Unikliniken es sehr ernst meinten mit ihren Forderungen nach Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Für die TdL verhandelte der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU). Ein Sprecher seines Ministeriums erklärte, wegen der Vielzahl von Forderungen des MB sei die Zeit zu kurz gewesen, um über alle verhandeln und entscheiden zu können. Man wolle sich am Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst von 2019 orientieren. Der MB fordert in der Tarifrunde vor allem neue Bedingungen für die Verlängerung der täglichen Arbeitszeit durch Bereitschaftsdienste. So sollen solche Dienste an maximal zwei Wochenenden im Monat angeordnet werden dürfen. Zu der angestrebten Reform gehören auch eine generelle Begrenzung der Bereitschaftsdienste, eine verlässliche Dienstplangestaltung und eine manipulationsfreie Arbeitszeiterfassung ohne pauschale und nachträgliche Kappungen der geleisteten Arbeitszeit. Weiterhin will der MB sechs Prozent mehr Gehalt bezogen auf ein Jahr und eine Neuregelung des Zusatzurlaubes für Nachtarbeit. may/dpa

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