ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2019Krankenkassenbeiträge: Betriebsrentner werden finanziell entlastet

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Krankenkassenbeiträge: Betriebsrentner werden finanziell entlastet

Dtsch Arztebl 2019; 116(51-52): A-2377 / B-1953 / C-1893

dpa; afp

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Für die Betriebsrente wird es ab dem kommenden Jahr einen Freibetrag geben. Foto: Marco2811/stock.adobe.com
Für die Betriebsrente wird es ab dem kommenden Jahr einen Freibetrag geben. Foto: Marco2811/stock.adobe.com

Ab dem kommenden Jahr müssen Betriebsrentner auf ihre Betriebsrente erst oberhalb eines Freibetrags von 159,25 Euro Beiträge an die Krankenkasse bezahlen. Der Bundestag verabschiedete kürzlich ein entsprechendes Gesetz. Bisher mussten Betroffene den Beitragssatz auf ihre komplette Betriebsrente bezahlen, sobald die Bezüge über einer Grenze von 155,75 Euro lagen. Auf die jetzige Reform hatte sich die Große Koalition im Zuge der Einigung auf die Grundrente im November dieses Jahres verständigt. „Wer zusätzlich fürs Alter vorsorgt, soll nicht dafür bestraft werden“, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU). Nach Berechnungen der Bundesregierung sparen die Betriebsrentner rund 1,2 Milliarden Euro pro Jahr. Das gilt auch, wenn sie ihre Betriebsrente nicht monatlich beziehen, sondern als einmalige Kapitalausschüttung – vorausgesetzt, die Auszahlung liegt weniger als zehn Jahre zurück. Spahn erläuterte, ein Drittel der Betriebsrentner werde durch die Reform gar keinen Beitrag für die Krankenkasse mehr bezahlen, weil ihre Bezüge unter dem Freibetrag lägen. Ein weiteres Drittel werde höchstens noch den halben Beitragssatz entrichten müssen. Und ein drittes Drittel werde um 300 Euro im Jahr entlastet. Die Einnahmeausfälle der Kassen sollen zunächst über den Gesundheitsfonds ausgeglichen werden. Ab 2024 müssen die Kassen die Kosten komplett selbst tragen. dpa/afp

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