ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2019Honorare: Jahresüberschüsse der Vertragsarztpraxen zuletzt gesunken

AKTUELL

Honorare: Jahresüberschüsse der Vertragsarztpraxen zuletzt gesunken

Maybaum, Thorsten; EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Der Kostenanstieg hat die Entwicklung der Verbraucherpreise überschritten. Foto: chompoo/stock.adobe.com
Der Kostenanstieg hat die Entwicklung der Verbraucherpreise überschritten. Foto: chompoo/stock.adobe.com

Die Jahresüberschüsse der Vertragsarztpraxen sind 2017 im Vergleich zum Vorjahr unter Berücksichtigung der Verbraucherpreisentwicklung um 0,7 Prozent gesunken. Das ist ein Ergebnis des Zi-Praxis-Panels (ZiPP), mit dem das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) die wirtschaftliche Lage der Arztpraxen zwischen 2014 und 2017 analysiert hat. Der Jahresüberschuss betrug im Mittelwert 2017 damit über alle Fachgebiete 168 800 Euro je Praxisinhaber. In den Jahren 2015 und 2016 hatte die Entwicklung der Jahresüberschüsse im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahren noch bei 3,1 beziehungsweise 5,5 Prozent gelegen. Die Betriebskosten sind laut Zi zwischen 2014 und 2017 um insgesamt 10,4 Prozent gestiegen. Die größten Kostensprünge gab es bei Aufwendungen für Personal (+18,6 Prozent) sowie für Material und Labor (+8,7 Prozent). Der Kostenanstieg hat damit die Entwicklung der Verbraucherpreise, die im gleichen Zeitraum im Bundesdurchschnitt um 2,5 Prozent wuchsen, überschritten. Ein Ergebnis ist auch, dass die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in ihrer Bedeutung für die niedergelassenen Ärzte weiter zugenommen hat. So ist der Anteil der GKV-Einnahmen an den Gesamteinnahmen von 75,1 Prozent im Jahr 2014 auf 76,5 Prozent im Jahr 2017 gestiegen. may/EB

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote