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ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2019Susanne Doetz: Neuland bei der historischen Aufarbeitung betreten

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Susanne Doetz: Neuland bei der historischen Aufarbeitung betreten

Spielberg, Petra

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Susanne Doetz, Foto: privat
Susanne Doetz, Foto: privat

Dr. med. Susanne Doetz ist zusammen mit dem Historiker Dr. phil. Christoph Kopke mit dem diesjährigen Herbert-Lewin-Forschungspreis ausgezeichnet worden. Mit dem Preis werden Arbeiten gewürdigt, die sich mit der Rolle der Ärzteschaft während der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Historischen Kommission zu Berlin recherchierten Doetz und Kopke die Schicksale von 450 Ärztinnen und Ärzten, die in den Jahren 1933 bis 1945 aus städtischen Berliner Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen ausgeschlossen wurden. Daraus entstanden ist das Buch „und dürfen das Krankenhaus nicht mehr betreten“. Darin zeichnen die beiden Autoren erstmals vollständig und systematisch die Entlassung und Vertreibung rassisch verfolgter und politisch missliebiger Ärzte aus dem öffentlichen Gesundheitswesen nach.

Doetz studierte nach einer Heilpraktikerausbildung Humanmedizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Sie ist dort seit 2007 am Institut für Geschichte der Medizin tätig. 2010 promovierte sie mit der Arbeit „Alltag und Praxis der Zwangssterilisation. Die Berliner Universitätsfrauenklinik unter Walter Stoeckel 1942–1944“. Die Forschungsschwerpunkte der 53-Jährigen sind „Medizin im Nationalsozialismus“, die „Geschichte der Humangenetik und Eugenik im 20. Jahrhundert“ sowie „Die Etablierung der humangenetischen Beratungsstellen in der DDR im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit“. Petra Spielberg

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