ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2020Gesundheitsversorgung: Reinhardt plädiert für Hausarztmodell

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Gesundheitsversorgung: Reinhardt plädiert für Hausarztmodell

Dtsch Arztebl 2020; 117(1-2): A-5 / B-5 / C-5

dpa

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Klaus Reinhardt sieht im Hausarztmodell Vorteile für Ärzte und Patienten. Foto: picture alliance/Gregor Fischer/dpa
Klaus Reinhardt sieht im Hausarztmodell Vorteile für Ärzte und Patienten. Foto: picture alliance/Gregor Fischer/dpa

Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Dr. med. Klaus Reinhardt, hat sich für einen höheren Beitrag für Patienten ausgesprochen, wenn diese ohne Überweisung zum Facharzt gehen. Bei einer Erkrankung solle jeder Versicherte immer zuerst seinen Hausarzt aufsuchen, der dann bei Bedarf überweise. „Wer die völlige Wahlfreiheit haben möchte, also auch ohne Überweisung zum Facharzt gehen will, sollte höhere Beiträge bezahlen“, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk. Denn diese Versicherten nähmen das solidarische System deutlich stärker in Anspruch als Patienten, die einen Hausarzt als primären Ansprechpartner hätten. Reinhardt erklärte, dass in allen EU-Staaten Regularien existierten, um die knappen Mittel und das medizinische Personal so sinnvoll wie möglich einzusetzen. „Nur in Deutschland haben die Versicherten die Möglichkeit, ohne ärztlich verantwortete Steuerung nahezu alle erdenklichen medizinischen Leistungen zu nutzen, ohne längere Wartezeiten. Diese ungesteuerte Inanspruchnahme von Ressourcen können wir uns nicht länger leisten.“

Auch für die Patienten habe ein Hausarztmodell Vorteile: „Viele sind doch überfordert, bei Erkrankungen die geeigneten Spezialisten in der richtigen Reihenfolge aufzusuchen. Da wird heute insbesondere in der fachärztlichen Versorgung viel kostbare Behandlungszeit verschwendet.“ dpa

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