ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2020Randnotiz: Forschen an Klinikclowns

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Randnotiz: Forschen an Klinikclowns

PP 19, Ausgabe Januar 2020, Seite 5

Maybaum, Thorsten

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Dass die Arbeit von Klinikclowns in Krankenhäusern und Seniorenheimen honorig ist – und die Laune von Patienten und Pflegebedürftigen verbessern kann, ist kaum zu bestreiten. Aber hat der Einsatz von Klinikclowns auch eine wissenschaftlich messbare Wirkung? Dazu gibt es bislang keine Untersuchungen – und genau das soll sich nun ändern. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) stelle für ein entsprechendes Forschungsprojekt der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) zusammen mit dem Dachverband Clowns in Medizin und Pflege Deutschland Mittel in Höhe von 500 000 Euro zur Verfügung, teilte der Dachverband mit. Demnach sollen die „Visiten“ der Klinikclowns bundesweit in größeren stationären Einrichtungen der Altenpflege über einen Zeitraum von drei Jahren wissenschaftlich untersucht werden. Zweck sei es, die Wirkungsweise von Clownvisiten zu analysieren. Ermittelt werden sollen dabei die Erfolgsfaktoren dieser emotionalen Art der Zuwendung zu den Heimbewohnern. Es gehe auch darum, aus den Ergebnissen Qualifikationsanforderungen und Rahmenbedingungen der Clownvisiten sowie der Aus- und Weiterbildung von Klinikclowns abzuleiten, hieß es. Die Resultate sollen zudem der weiteren Professionalisierung und Qualitätssicherung der Arbeit der Clowns im Altenpflegebereich dienen. „Humor und Clownerie sind Türöffner für gute und gelingende Begegnungen“, sagte der Leiter der Studie, der Pflegewissenschaftler Michael Boßle. Von der Studie erhoffe er sich evidente Belege, die zeigen sollten, dass dieser Ansatz aus der stationären Altenhilfe nicht mehr wegzudenken sei.

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