ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2020Kulturkalender: Sehnsucht nach Veränderung

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Kulturkalender: Sehnsucht nach Veränderung

PP 19, Ausgabe Januar 2020, U3

Schuchart, Sabine

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Jeden Monat stellt das Deutsche Ärzteblatt-PP eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

Düsseldorf

30. Januar bis 24. Mai:

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Angelika Kauffmann

Ihre Werke (Bild: Ganymed, den Adler des Jupiters tränkend, 1793) waren im 18. Jahrhundert Kultobjekte. Schon in jungen Jahren galt die schweizerisch-österreichische Künstlerin (1741–1807) als zeichnendes Wunderkind, danach machte die selbstbewusste, kultivierte und europaweit bestens vernetzte Angelika Kauffmann eine fantastische Karriere als freischaffende Malerin. Ihr Durchbruch gelang ihr in London, wo sie, außergewöhnlich damals für eine Frau, zu den Gründungsmitgliedern der Royal Academy of Arts gehörte. Überwiegend aber lebte sie in Rom. Dort entstanden viele ihrer Selbstbildnisse, Porträts von Europas Hofadel und prominenter Italienreisender sowie Gemälde mit mythologischen und religiösen Themen. Die 100 Werke umfassende Retrospektive ist anschließend in der Royal Academy zu sehen.

Museum Kunstpalast, Ehrenhof 4–5, Di.–So. 11–18, Do. 11–21 Uhr

© vorarlberg museum, Bregenz/Foto: AKRP, Markus Tretter
© vorarlberg museum, Bregenz/Foto: AKRP, Markus Tretter

Hamburg

5. Januar bis 22. März:

Barlach: Werden, das ist die Losung!

Zum 150. Geburtstag des Bildhauers und Dichters Ernst Barlach präsentiert die Schau plastische, zeichnerische und druckgrafische Werke, darunter seine berühmten Holzskulpturen. Barlachs Thema war die menschliche Gestalt im Ringen um den Sinn des Daseins. Mit seinem bildnerischen Oeuvre untrennbar verbunden sind seine literarischen Arbeiten, darunter das Drama „Der Blaue Boll“, in dem er 1926 seine Sehnsucht nach Veränderung formulierte: „Werden, das ist die Losung!“

Ernst Barlach Haus, Jenischpark, Baron-Voght-Straße 50a, Di.–So. 11–18 Uhr

KARLSRUHE

Bis 19. April:

Kaiser und Sultan

Zirka 320 osmanische und osmanisch beeinflusste Exponate – darunter die weltbekannte Karlsruher Türkenbeute, eine Trophäensammlung der badischen Markgrafen aus den „Türkenkriegen“ des 17. Jahrhunderts – versammelt die Große Landesausstellung. Eindrucksvoll beleuchten sie die historischen und kulturellen Verflechtungen in Ostmittel- und Südosteuropa. Die Region im Herzen Europas war im 17. Jahrhundert Schauplatz von Kriegen und Glaubenskonflikten, aber auch Geburtsstätte von Innovationen in Kunst, Architektur und Technik. 90 Minuten spannende Geschichten rund um die präsentierten Objekte können die Besucher über Audioguide abrufen.

Badisches Landesmuseum, Schloss Karlsruhe, Schlossbezirk 10, Di.–So. 10–18 Uhr

MÜNCHEN

Bis 29. Februar:

Tutto. Italiens Kunst nach 1945

Malerei, Fotografie und Design geben in dieser Kooperationsausstellung mit dem „Museion“ in Bozen Einblick in wichtige Strömungen der italienischen Gegenwartskunst. Dazu gehören bildnerische Ansätze zur Überwindung der zweidimensionalen Leinwand, Materialexperimente, innovative Arbeiten auf Papier, die konzeptuelle Fotografie der 1960er- und 1970er-Jahre sowie ikonische Designobjekte.

Sammlung Goetz, Oberföhringer Str. 103, Do. + Fr. 14–18, Sa. 11–16 Uhr

Oberhausen

19. Januar bis 3. Mai:

The Sixties and more

Ihre Karriere als Fotografin startete sie Mitte der 1960er-Jahre, noch bevor sie Beatle Paul McCartney heiratete: Linda McCartney schuf ausdrucksvolle Porträts von Aretha Franklin, Jimi Hendrix, Bob Dylan, Janis Joplin, Eric Clapton, The Who, The Doors, John Lennon und anderen Rockgrößen, fotografierte viel auf ihren Reisen und experimentierte fototechnisch mit Licht. 180 ihrer Aufnahmen entführen in die pulsierende Ära der Sixties.

Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, Di.–So. 11–18 Uhr

Sabine Schuchart

Der besondere Tipp

Bild: Landesmuseum Württemberg
Bild: Landesmuseum Württemberg

Große Schau zur Medizingeschichte

Die komplexe Entwicklung ärztlicher Erkenntnis und Therapie von der Antike bis zur Gegenwart beleuchtet die große medizinhistorische Schau in Speyer anhand von 500 Exponaten namhafter Leihgeber, darunter die Uffizien, der Louvre und Berliner Museen. Neben faszinierenden Gemälden wie dem „Beinwunder der Heiligen Cosmas und Damian“ vom Maler des Stettener und Schnaiter-Altarretabels (Bild), das eine Bein-Transplantation im 16. Jahrhundert zeigt, verweisen medizinhistorische Objekte auf das Wissen der jeweiligen Zeit und Kultur und die prägenden Heilerpersönlichkeiten. Medienstationen, Vorträge und Führungen laden dazu ein, die naturwissenschaftlichen und kulturellen Inhalte zu vertiefen.

„Medicus – Die Macht des Wissens“, Historisches Museum der Pfalz, Domplatz 4, Speyer, Di.–So. 10–18 Uhr; www.medicus-ausstellung.de (bis 21. Juni).

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