ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2000Tauchmedizin: Die Nachtigall trapst ganz laut

SPEKTRUM: Leserbriefe

Tauchmedizin: Die Nachtigall trapst ganz laut

Hühn, Wolfgang

Zu dem Medizin-Beitrag "Der Dekompressionsunfall in der Tauchmedizin" von Dr. med. Christian Plafki in Heft 50/1999:
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LNSLNS . . . Befremdlich ist, dass der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen auch bei allen anderen Indikationen, wie Problemwundenbehandlung oder HBO-Therapie bei Perzeptionsstörungen des Innenohres, die Anwendung der HBO-Therapie mit seiner Entscheidung von 1994 allein auf den stationären Bereich beschränkt hat. Zurzeit arbeitet der gleiche Ausschuss an einem Neuentscheid über diesen Beschluss. Zu befürchten ist, dass die alte Entscheidung beibehalten wird.
Abgesehen von einer den Rahmen eines Leserbriefes sprengenden Auswirkung auf die Situation der Druckkammerzentren, ist eines aber ganz deutlich: Eine endgültige Verlagerung der HBO-Therapie allein in die Kliniken würde zu einer durch nichts zu begründenden erheblichen Verteuerung durch absolut überflüssige Krankenhausbehandlungstage führen. Allerdings würde der ambulante "Topf" dadurch entlastet. Wem dieses nützt, kann man sich problemlos erklären. Die Nachtigall trapst ganz laut. Es gab und gibt für eine solche Entscheidung keine medizinischen Argumente. Die Interessen der Patienten kamen seinerzeit in diesen Überlegungen nicht vor. Ob sich das wohl ändert? Hippokrates lässt grüßen.
Dr. med. Wolfgang Hühn, Frankfurter Straße 90, 35578 Wetzlar
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