ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2020Benjamin Kühne: Die Versorgung von Frühchen verbessern

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Benjamin Kühne: Die Versorgung von Frühchen verbessern

Dtsch Arztebl 2020; 117(3): A-89 / B-77 / C-73

Spielberg, Petra

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Benjamin Kühne, Foto: Michael Wodak/ Uniklinik Köln
Benjamin Kühne, Foto: Michael Wodak/ Uniklinik Köln

Für seine wissenschaftlichen Untersuchungen, wie sich die Erstversorgung von Frühgeborenen mithilfe einer innovativen Methode maßgeblich verbessern lässt, hat der Pädiater Dr. med. Benjamin Kühne (35) von der neonatologischen und pädiatrischen Intensivstation der Universitätsklinik Köln das Förderstipendium der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin erhalten. Bei der Methode handelt es sich um die sogenannte extrauterine plazentare Transfusion (EPT), bei der Frühchen mit einem Geburtsgewicht von unter 1 500 Gramm, die per Kaiserschnitt geboren werden, mit der Plazenta vom mütterlichen Uterus gelöst werden, während parallel mit der Atemunterstützung begonnen wird. Bislang wird ein verzögertes Abnabeln auf maximal 60 Sekunden begrenzt und dann mit der Atemunterstützung außerhalb des Kreißsaals begonnen.

„Wir wollen herausfinden, ob eine extrauterine plazentare Transfusion im Vergleich zum herkömmlichen verzögerten Abnabeln zu einem höheren Blutvolumen bei Frühgeborenen im Rahmen der Erstversorgung führt“, sagt Kühne. In seiner Studie untersucht der Arzt ferner, ob sich durch die EPT auch Komplikationen wie Hirnblutungen verringern lassen.

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Kühne studierte Medizin in Köln. 2018 schloss er seine Facharztweiterbildung in Kinder- und Jugendmedizin ab. Im Jahr zuvor erwarb er die Bezeichnung Neugeborenen-Notarzt der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin. 2016 wurde Kühne für seine wissenschaftliche Arbeit mit dem Young Investigator Award ausgezeichnet. Petra Spielberg

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