ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2020Homöopathie: Grünen-Spitze sagt Kommission ab

AKTUELL

Homöopathie: Grünen-Spitze sagt Kommission ab

Dtsch Arztebl 2020; 117(4): A-119 / B-107 / C-103

afp

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Die Grünen-Spitze hat die geplante Kommission zur Homöopathie abgesagt. Man sei „einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, dass eine vertrauensvolle und erfolgreiche Arbeit dieser Kommission nicht möglich ist“, heißt es in einem Beschluss. Zur Begründung wurde auf eine interne Telefonkonferenz verwiesen, über die trotz vereinbarter Vertraulichkeit in Zeitungen berichtet worden sei. „Die Debatte um die Homöopathie war von Anfang an durch einen aggressiven und teilweise polemischen Ton beschwert“, so der Bundesvorstand. Bereits vor dem Parteitag im November 2019 seien „immer wieder aus internen Gesprächen Informationen an die Medien weitergegeben“ worden. Die Delegierten hatten sich für die Einsetzung der Kommission ausgesprochen, die von Parteichef Robert Habeck geleitet werden sollte. Der Vorstand zieht die Beschlussfassung zur Homöopathie nun an sich. Der Parteitag habe den Vorstand beauftragt, eine Positionierung zu einem wissenschaftsbasierten und ethischen Gesundheitssystems zu erarbeiten. „Der Auftrag kann nur erfüllt werden, indem der Bundesvorstand die erforderliche programmatische Arbeit selbst verantwortet und mit dem Entwurf des Grundsatzprogrammes vorlegt“, heißt es. Den Mitgliedern der geplanten Kommission sollten die Texte zur Kommentierung zugeleitet werden. afp

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #811688
anonymestimmeausderärzteschaft
am Donnerstag, 30. Januar 2020, 11:45

Die ach so trendige Gender Debatte...

Der von der Autor*in formulierte Gedankensprung von Life-science-Artikeln hin zur Forderung eine komplette Berufsgruppe umzubenennen ist gewagt und zudem im Kontext konstruiert. Zunächst einmal wie viele Life-science-Artikel werden denn tatsächlich von Ärztinnen und Ärzten geschrieben? Soweit ich die Studie des Teams der Universität Mannheim lese, wird nirgendwo eine Um- oder Neubenennung als Konsequenz gefordert. Darüber hinaus wird in dem Artikel von Frau Prof. Loder zwar dargestellt, dass die meisten Ärzt*innen Frauen sein werden und sie empfiehlt auch die Sprache der Realität anzupassen, aber es wird über die Verwendung von Pronomen diskutiert.
Daraus jetzt einen Artikel zu konstruieren, um auf den ach so trendigen Zug der linkslastigen Gender-Debatte aufzuspringen, erscheint nicht nachvollziehbar und dem Renommee des Ärzteblattes nicht angemessen. Zudem frage ich mich auch jedes mal ernsthaft, ob es sich dabei um ein mehrheitsfähiges Thema handelt oder ob sich nur eine relativ kleine Gruppe im politischen Sprachframing versucht.

Eine anonyme Stimme aus der Ärzteschaft

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema