ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2020Gebärmuttertransplantation: Keine Forschungsförderung geplant

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Gebärmuttertransplantation: Keine Forschungsförderung geplant

Dtsch Arztebl 2020; 117(5): A-184 / B-166 / C-162

Maybaum, Thorsten

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Für Gebärmuttertransplantationen gelten die Regeln des Transplantationsgesetzes. Foto: Science Photo Library/Darkin, Christian
Für Gebärmuttertransplantationen gelten die Regeln des Transplantationsgesetzes. Foto: Science Photo Library/Darkin, Christian

Die Bundesregierung plant keine Forschungsvorhaben, die in einem Zusammenhang mit Gebärmuttertransplantationen stehen. Das geht aus der Antwort des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervor. Demnach fördert die Regierung derzeit keine entsprechende Forschung – und beabsichtigt dies auch nicht. Dazu, inwieweit Gebärmuttertransplantationen geeignet sind und das Potenzial haben, ungewollt kinderlosen Frauen ihren Kinderwunsch zu erfüllen, will sich die Regierung nicht positionieren. Wie Sabine Weiß, Staatssekretärin im BMG, klarstellt, liegen dem Ministerium zufolge mit dem Transplantationsgesetz (TPG) grundsätzlich verlässliche Rahmenbedingungen für Gebärmuttertransplantationen vor. Diese seien „sowohl nach Lebendorganspende als auch nach postmortaler Organspende möglich“, schreibt Weiß in ihrer Antwort. Die Regierung weist darauf hin, dass die Regeln des TPG bei Gebärmuttertransplantationen gelten. Katrin Helling-Plahr (FDP), Mitglied im Gesundheits- und Rechtsausschuss des Bundestags, fehlt im Hinblick auf die Antwort ein echtes Engagement der Bundesregierung. „Die Antwort auf die Kleine Anfrage passt ins Bild“, sagte sie. Die Bundesregierung tue nichts für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch, weder um gängige Möglichkeiten zu fördern, noch um neue zu schaffen und voranzubringen. Sie monierte darüber hinaus, die von der Koalition versprochene bessere Finanzierung von Kinderwunschbehandlungen habe „keinerlei Haushaltspriorität“. Sie werde zulasten der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch hinten angestellt. may

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