ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2020Gesundheitsforschung: Zweierlei Maß bei der Datennutzung

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Gesundheitsforschung: Zweierlei Maß bei der Datennutzung

Dtsch Arztebl 2020; 117(5): A-180 / B-164 / C-160

dpa

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Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat wenig Verständnis für die Kritik am Einsatz pseudoanonymisierter Patientendaten. Foto: picture alliance
Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat wenig Verständnis für die Kritik am Einsatz pseudoanonymisierter Patientendaten. Foto: picture alliance

Für den pseudoanonymisierten Einsatz von Patientendaten in der medizinischen Forschung hat sich erneut Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) ausgesprochen. „Wenn Tausende Patienten mit Diabetes, Krebs oder Demenz ihre Daten verfügbar machten, könnten wir daraus lernen. Daten können Menschen heilen“, sagte er auf der Innovationskonferenz DLD in München. Man könne zwar über die Ethik der Datennutzung diskutieren – aber dann auch über die entgangenen Chancen, Menschen zu helfen. Ein Problem sieht Spahn im Misstrauen gegenüber dem Staat, während US-Unternehmen bei Datensammlungen freiere Hand hätten. Wenn er vorschlage, einen Rahmen für die Auswertung anonymisierter Abrechnungsdaten von Krankenkassen zu Forschungszwecken zu schaffen, werde daraus ein „großer, großer Skandal“, so der Minister. Wenn gleichzeitig Google den Fitnessarmbandspezialisten Fitbit mitsamt der Daten übernehme, gebe es nicht mal eine Debatte. dpa

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