ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2020Präimplantationsdiagnostik: Steigende Zahlen zu verzeichnen

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Präimplantationsdiagnostik: Steigende Zahlen zu verzeichnen

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Bei der Präimplantationsdiagnostik werden Zellen eines nach künstlicher Befruchtung gezeugten Embryos vor der Übertragung in die Gebärmutter auf bestimmte Krankheiten untersucht. Foto: picture alliance/BSIP
Bei der Präimplantationsdiagnostik werden Zellen eines nach künstlicher Befruchtung gezeugten Embryos vor der Übertragung in die Gebärmutter auf bestimmte Krankheiten untersucht. Foto: picture alliance/BSIP

Die Zahl der in Deutschland vorgenommenen Präimplantationsdiagnostiken (PID) ist mit 319 im Jahr 2018 erneut gestiegen. Das zeigt der in Berlin vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vorgelegte zweite „Bericht der Bundesregierung über die Erfahrungen mit der Präimplantationsdiagnostik“. Der Report umfasst die Jahre von 2015 bis 2018. Demnach lag die Zahl der PID im Jahr 2015 bei 33, 2016 bei 100 und 2017 bei 203. Nach Angaben des Ministeriums überschritt die Zahl der Anträge mit zustimmender Bewertung im Jahr 2018 damit „nur unwesentlich die im Verordnungsgebungsverfahren formulierte Erwartung von 300 Anträgen pro Jahr“. Laut Bericht wurden 2018 von den zuständigen Ethikkommissionen 23 Anträge auf eine PID abgelehnt. Die Ablehnungen wurden fast ausschließlich von der Ethikkommission Bayern ausgesprochen, hieß es. Dasselbe gilt auch für die Vorjahre. 2017 wurden 18 Anträge abgelehnt, 2016 waren es 27 und 2015 waren es zwei Anträge. Die Bundesregierung muss laut Gesetz alle vier Jahre einen Bericht auf der Grundlage einer zentralen Dokumentation und anonymisierter Daten vorlegen. Demnach waren Ende September in Deutschland zehn PID-Zentren zugelassen; es bestanden fünf Ethikkommissionen für PID. Die PID-Zentren seien kontinuierlich um reproduktionsmedizinische Einrichtungen erweitert worden, heißt es in dem Bericht. Eine PID ist nach dem Embryonenschutzgesetz nur ausnahmsweise und nach zustimmender Bewertung einer Ethikkommission in einem zugelassenen Zentrum zulässig. kna

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