ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2020Morbus van Neck-Odelberg

MEDIZIN: Der klinische Schnappschuss

Morbus van Neck-Odelberg

Van Neck–Odelberg disease

Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 100; DOI: 10.3238/arztebl.2020.0100b

Walter, Sebastian G.; Bornemann, Rahel; Placzek, Richard

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Ein zehnjähriger Junge wurde nach röntgenologischer und magnetresonanztomografischer(MRT)-Untersuchung mit dem Verdacht auf eine pathologische Schambeinastfraktur zur Planung einer Biopsie in die Kinderorthopädie überwiesen. Er klagte über ein seit etwa vier Monaten bestehendes Ziehen in der linken Leiste mit Ausstrahlung in den linken, medialen Oberschenkel. Weder der Patient noch die Eltern konnten sich an ein Trauma erinnern. Bei der im Vorfeld im Abstand von vier Monaten erfolgten Verlaufsbildgebung mittels Röntgen und MRT zeigten sich weder Größenprogredienz noch Malignitätskriterien. Eine Biopsie wurde nicht durchgeführt, da sich dieser Befund klinisch und radiologisch mit dem seltenen Morbus Van Neck-Odelberg (aseptische Osteonekrose) vereinbaren lässt. In der Literatur wurden bisher insgesamt weniger als 30 Fälle beschrieben. Unter schmerzadaptierter Vollbelastung war eine komplette Symptomrückläufigkeit innerhalb weniger Monate zu verzeichnen.

Dr. med. Sebastian G. Walter, Dr. med. Rahel Bornemann, Prof. Dr. med. Richard Placzek, Universitätsklinikum Bonn, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Abteilung für Kinderorthopädie, sebastianwalter01@gmail.com

Interessenkonflikt:
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Zitierweise: Walter G, Bornemann R, Placzek R: Van Neck–Odelberg disease. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 100. DOI: 10.3238/arztebl.2020.0100b

►Vergrößerte Abbildung und englische Übersetzung unter: www.aerzteblatt.dez

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