ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2020Medienkonsum: Bundeszentrale gibt Familien Empfehlungen

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Medienkonsum: Bundeszentrale gibt Familien Empfehlungen

Dtsch Arztebl 2020; 117(6): A-269 / B-237 / C-230

Hillienhof, Arne

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Die Rund-um-die- Uhr-Verfügbarkeit der digitalen Angebote kann dazu führen, das richtige Augenmaß für die Nutzung zu verlieren. Foto: New Africa/stock.adobe.com
Die Rund-um-die- Uhr-Verfügbarkeit der digitalen Angebote kann dazu führen, das richtige Augenmaß für die Nutzung zu verlieren. Foto: New Africa/stock.adobe.com

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt Familien einen zurückhaltenden Umgang mit digitalen Medien. Aktuelle Studienergebnisse der BZgA zeigen, dass 22,4 Prozent der zwölf bis 17-Jährigen bundesweit einen problematischen Medienkonsum haben. Weitere 5,8 Prozent seien von einer computerspiel- und internetbezogenen Störung betroffen. Hierbei sei in den vergangenen Jahren ein eindeutiger Anstieg zu verzeichnen. „Digitale Medien können per se sinnvoll sein. Wenn sie entsprechend genutzt werden, sollten sie eine Bereicherung darstellen, Spaß machen und beim Lernen hilfreich sein. Sie gehören auch für Jugendliche inzwischen selbstverständlich zum Alltag“, sagte Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgG. Solange der Medienkonsum nicht die komplette Freizeit ausfülle und das familiäre Miteinander belaste, sei das richtige Maß gegeben. Die Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit der digitalen Angebote könne aber dazu verleiten, das richtige Augenmaß für die Nutzung der digitalen Medien zu verlieren, warnte sie. Eltern seien mit ihrer Mediennutzung auch hier Vorbild für ihre Kinder.

„Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind verbindlich Zeiten für die Nutzung digitaler Medien. Interessieren Sie sich für die digitalen Aktivitäten Ihrer Kinder – lassen Sie sich davon berichten, nehmen Sie Anteil oder spielen Sie gegebenenfalls mit“, empfiehlt die BZgA. Für die Mediennutzungsdauer gibt es laut der Bundeszentrale entsprechend dem Alter von Kindern folgende Regeln, die als Orientierung dienen können: Kinder im Alter von null bis drei Jahren: keine Bildschirmmedien, Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren: höchstens 30 Minuten täglich und Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren: höchstens 45 bis 60 Minuten täglich. Für Eltern von Kindern ab zwölf Jahren hat die BZgA eine Broschüre „Online sein mit Maß und Spaß“ erstellt. hil

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