ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2020Bundeswehr: Einsatzbedingte psychische Erkrankungen weiter hoch

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Bundeswehr: Einsatzbedingte psychische Erkrankungen weiter hoch

Dtsch Arztebl 2020; 117(6): A-234 / B-208 / C-204

Bühring, Petra

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Die Zahl erkrankter Soldaten hat kontinuierlich zugenommen. Foto: picture alliance/dpa
Die Zahl erkrankter Soldaten hat kontinuierlich zugenommen. Foto: picture alliance/dpa

Die Anzahl der Soldaten, die sich wegen einer einsatzbedingten psychischen Erkrankung erstmals in fachärztliche oder psychotherapeutische Behandlung begeben haben, bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Das geht aus dem 61. Jahresbericht des Wehrbeauftragten des Bundestages hervor. Im vergangenen Jahr litten demnach 982 Soldaten an einer einsatzbedingten psychischen Erkrankung. Die Zahl hat kontinuierlich zugenommen. 2017 waren es 784 und vor zwei Jahren 867. Entsprechend stieg auch die Zahl der Neuerkrankungen von 274 (2017) über 279 (2018) auf 290 im Jahr 2019. Die Zahlen zeigten, dass sich einsatzbedingte psychische Erkrankungen nicht kurzfristig therapieren lassen und sich eine Behandlung in der Regel über Jahre hinziehe. „Zu berücksichtigen ist auch, dass Traumatisierte oft erst mit mehrjähriger Verspätung in die Behandlung kommen“, heißt es in dem Bericht. Betroffene Soldaten werden überwiegend in den Sanitätseinrichtungen und Krankenhäusern der Bundeswehr behandelt. Dafür müssten aber „ausreichend Therapiekapazitäten vorhanden sein“, erklärte der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels (SPD). Zahlen werden im Jahresbericht der Bundeswehr dazu nicht genannt. Der Report mahnt zudem an, dass Vorgesetzte und Kameraden mehr fachliche Unterstützung und Schulung zum Umgang mit psychisch Einsatzgeschädigten benötigen. PB

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