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Wir danken den Autoren der Leserbriefe für das Interesse an unserer Arbeit und für die Zusendung ihrer Anmerkungen.

Unsere Arbeit gibt einen systematischen Überblick über die bisherigen Studien zu langfristiger kognitiver Dysfunktion nach konservativer Intensivbehandlung. Sie geht auf die Prävalenz, Verlaufsformen und die bisher untersuchten Risikofaktoren und pharmakologischen beziehungsweise nichtpharmakologischen Interventionen ein und diskutiert sie anhand der vorliegenden Daten (1).

Wir danken für den Hinweis hinsichtlich einer möglichen pharmakologischen Therapie mit Piracetam. Die von uns in den Blick genommenen langfristigen Folgen einer kritischen Erkrankung (oft Monate bis Jahre) sind allerdings mit dem (umstrittenen) Begriff des Durchgangssyndroms (nach gängigem Verständnis einige Tage) nicht deckungsgleich (2). Die Effekte einer Behandlung mit Piracetam wurden in den Studien zu langfristigen Folgen nach konservativer Intensivbehandlung bisher nicht untersucht.

Wir bedanken uns für den Hinweis hinsichtlich einer möglichen pharmakologischen Therapie mit Vitamin B1. Alkoholismus und damit assoziierte Syndrome und Erkrankungen wie etwa die Wernicke-Enzephalopathie oder das Wernicke-Korsakow-Syndrom spielen eine wichtige Rolle auch in der Intensivmedizin (3, 4). Die bisherigen Studien haben aber für die Gruppe der Patienten mit Thiamin-Mangel beziehungsweise (nicht ausreichender) Behandlung mit Thiamin noch keinen Zusammenhang mit den langfristigen kognitiven Folgen einer Intensivbehandlung etablieren können.

DOI: 10.3238/arztebl.2020.0116c

Für die Autoren
Dr. med. Julius Valentin Emmrich, MPhil
Klinik für Neurologie mit Abteilung für Experimentelle Neurologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
julius.emmerich@charite.de

Interessenkonflikt
Die Autoren aller Beiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Kohler J, Borchers F, Endres M, Weiss B, Spies C, Emmrich, JV: Cognitive deficits following intensive care. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 627–34 VOLLTEXT
2.
Ewert T: Postoperatives Durchgangssyndrom. Dtsch Arztebl 1986; 83: A-956 VOLLTEXT
3.
Singer MV, Teyssen S: Serie – Alkoholismus: Alkoholassoziierte Organschäden. Dtsch Arztebl 2001; 98: A-2109 VOLLTEXT
4.
Maschke M, Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: S1-Leitlinie Alkoholdelir und Verwirrtheitszustände. 2015. AWMF-Registernummer: 030/006 .
1.Kohler J, Borchers F, Endres M, Weiss B, Spies C, Emmrich, JV: Cognitive deficits following intensive care. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 627–34 VOLLTEXT
2.Ewert T: Postoperatives Durchgangssyndrom. Dtsch Arztebl 1986; 83: A-956 VOLLTEXT
3.Singer MV, Teyssen S: Serie – Alkoholismus: Alkoholassoziierte Organschäden. Dtsch Arztebl 2001; 98: A-2109 VOLLTEXT
4.Maschke M, Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: S1-Leitlinie Alkoholdelir und Verwirrtheitszustände. 2015. AWMF-Registernummer: 030/006 .

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