ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2020Krebs: Warnung vor steigenden Erkrankungszahlen

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Krebs: Warnung vor steigenden Erkrankungszahlen

Dtsch Arztebl 2020; 117(7): A-304 / B-270 / C-262

dpa

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Betroffene in ärmeren Ländern und ärmere Bevölkerungsschichten in reichen Ländern haben geringere Überlebenschancen. Foto: dpa
Betroffene in ärmeren Ländern und ärmere Bevölkerungsschichten in reichen Ländern haben geringere Überlebenschancen. Foto: dpa

Die Zahl der Krebsfälle weltweit dürfte sich nach einer neuen Prognose der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) bis 2040 fast verdoppeln. Das geht aus dem alle fünf Jahre neu erstellten Weltkrebsreport der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) hervor. 2018 erkrankten demnach weltweit 18,1 Millionen Menschen neu an Krebs, 9,6 Millionen Menschen starben daran. Im Jahr 2040 dürften etwa 29 bis 37 Millionen Menschen neu an Krebs erkranken, berichtete die IARC. Ein Grund dafür sei die steigende Lebenserwartung. Häufigster Krebstyp weltweit ist demnach Lungen-, gefolgt von Brust- und Darmkrebs. Lungenkrebs ist auch die häufigste krebsbedingte Todesursache, vor Darm- und Magenkrebs. Die Häufigkeit der Krebstypen kann je nach Land stark schwanken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkrankt in Deutschland fast jeder Zweite an Krebs. Krebs zu überleben, sei auch eine Frage des Wohlstands, so die IARC. Die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu sterben, sei in Ländern mit hohen Einkommen zwischen 2000 und 2015 um 20 Prozent gesunken, in Ländern mit niedrigen Einkommen nur um fünf Prozent. Dass in Ländern mit hohen Einkommen Geringerverdienende häufiger von Krebs betroffen sind als Besserverdiener, liege an verschiedenen Faktoren. Dazu gehörten Unterschiede beim Rauchen, Alkoholkonsum, der Ernährung, Adipositas und sportlicher Betätigung. dpa

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