ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2020Ärzte an Unikliniken: Tarifgespräche gehen im März in die nächste Runde

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Ärzte an Unikliniken: Tarifgespräche gehen im März in die nächste Runde

Dtsch Arztebl 2020; 117(7): A-304 / B-270 / C-262

dpa; Maybaum, Thorsten

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Zur Demonstration nach Hannover kamen nach Polizeiangaben rund 3 000 Ärzte. Der MB sprach von rund 4 000 Teilnehmern. Foto: picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa
Zur Demonstration nach Hannover kamen nach Polizeiangaben rund 3 000 Ärzte. Der MB sprach von rund 4 000 Teilnehmern. Foto: picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa

Die Tarifverhandlungen für Ärzte an Universitätskliniken zwischen dem Marburger Bund (MB) und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind auf den 6. März vertagt worden. Das teilten beide Seiten nach der dritten Verhandlungsrunde mit. Die Gespräche seien weiterhin schwierig, die Positionen hätten sich aber angenähert, sagte ein Sprecher des Niedersächsischen Finanzministeriums, ohne Einzelheiten zu nennen. Für die TdL ist Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) der Verhandlungsführer. Der Warnstreik der Ärzte an den Unikliniken habe Bewegung auf der Arbeitgeberseite erzeugt, sagte MB-Verhandlungsführer Christian Twardy. „Wir sind von einer Einigung allerdings noch ein gutes Stück entfernt.“ Der TdL müsse bewusst sein, dass bei der nächsten Verhandlungsrunde konkrete Fortschritte erzielt werden müssten, die eine Einigung möglich machen. „Die Ärztinnen und Ärzte haben keinen Zweifel daran gelassen, dass sie willens und in der Lage sind, die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen notfalls durchzusetzen. Der Tarifkonflikt ist noch längst nicht ausgestanden“, sagte Twardy. Die dritte Verhandlungsrunde war von einer zentralen Demonstration begleitet worden. Ziel war, den Druck auf die TdL zu erhöhen. Die Tarifverhandlungen laufen seit Anfang November. Der MB fordert unter anderem neue Bedingungen für die Verlängerung der Arbeitszeit durch Bereitschaftsdienste, eine generelle Begrenzung der Bereitschaftsdienste, eine verlässliche Dienstplangestaltung und eine manipulationsfreie Arbeitszeiterfassung. Weiterhin verlangt der MB sechs Prozent mehr Gehalt bezogen auf ein Jahr und eine Neuregelung des Zusatzurlaubes für Nachtarbeit. dpa/may

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