ArchivDeutsches Ärzteblatt7/20202019-nCoV: Es gelten verschärfte Meldepflichten

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2019-nCoV: Es gelten verschärfte Meldepflichten

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Am Coronavirus 2019-nCoV sind mittlerweile Zehntausende Menschen in China erkrankt. Foto: CDC/Alissa Eckert, MS
Am Coronavirus 2019-nCoV sind mittlerweile Zehntausende Menschen in China erkrankt. Foto: CDC/Alissa Eckert, MS

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat eine Eilverordnung zur Meldepflicht für das Coronavirus (2019-nCoV) erlassen. Ärzte müssen nun alle Verdachts-, Krankheits- und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus namentlich dem örtlichen Gesundheitsamt melden. Verdachtsfälle müssen abgeklärt werden. Ebenfalls gilt eine Vereinbarung, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband zur labordiagnostischen Abklärung getroffen haben. Wie die KBV mitteilt, übernehmen die Krankenkassen bei begründeten Verdachtsfällen die Kosten für den Test auf 2019-nCoV. Anspruch auf einen Test haben laut KBV ausschließlich Risikogruppen. Nach der Falldefinition des Robert Koch-Instituts (RKI) sind dies Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt mit einer an 2019-nCoV erkrankten Person hatten und innerhalb von 14 Tagen Symptome wie Fieber oder Atemwegsprobleme entwickeln. Den Test selbst dürfen nur Fachärzte für Laboratoriumsmedizin oder Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie durchführen. Für die Abrechnung wurde eine neue Gebührenordnungsposition 32816 in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen. Die Krankenkassen stellen für die Tests zusätzliche Finanzmittel bereit. KBV und GKV-Spitzenverband haben darüber hinaus vereinbart, dass Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem 2019-nCoV nachgewiesen wurde, mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen sind. EB

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