ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2020Belastende Erlebnisse außerhalb der Familie
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Die signifikante Feststellung der Studie (1), dass fast 80 % der Befragten keine/wenig belastende Kindheitserlebnisse in der Familie hatten, bestätigt den hochprotektiven Effekt der Familie auf die physische und psychische Gesundheit ihrer Kinder, also der nachfolgenden Generation. Eltern, Geschwister und weitere Verwandte sind also der wesentliche Schutz für Kinder/Jugendliche vor der Gesellschaft und Umwelt.

Von etwa 19 Millionen unter 19-Jährigen in Deutschland haben 2 531 an der Studie teilgenommen. Leider wurden diese Studienteilnehmer nicht nach belastenden Erlebnissen oder gar traumatischen Misshandlungen außerhalb der Familie, zum Beispiel durch Erzieher, Mitschüler oder Umwelteinflüsse, befragt, obwohl die Medien dauernd davon berichten.

Um die gesamte Prävalenz von Kindesmisshandlungen darzustellen sind also zwingend weitere Studien zu den anderen Einflussfaktoren für Misshandlungen notwendig.

DOI: 10.3238/arztebl.2020.0134b

Dr. med. Rainer Lohbeck

Schwelm

dr.lohbeck@hotmail.de

1.
Witt A, Sachser C, Plener PL, Brähler E, Fegert JM: The prevalence and consequences of adverse childhood experiences in the German population. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 635–42 VOLLTEXT
1.Witt A, Sachser C, Plener PL, Brähler E, Fegert JM: The prevalence and consequences of adverse childhood experiences in the German population. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 635–42 VOLLTEXT

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