ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2020Hitzeperioden: Niedergelassene sollten ihre Patienten aufklären

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Hitzeperioden: Niedergelassene sollten ihre Patienten aufklären

Eckert, Nadine

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Vulnerable Patienten sollten über mögliche Auswirkungen von Hitzeperioden aufgeklärt werden. Foto: picture alliance/Westend61
Vulnerable Patienten sollten über mögliche Auswirkungen von Hitzeperioden aufgeklärt werden. Foto: picture alliance/Westend61

Angesichts zunehmender Hitzeperioden und deren Auswirkungen auf vulnerable Bevölkerungsgruppen wie ältere und vorerkrankte Menschen sollten klimarelevante Themen ins Medizinstudium aufgenommen werden. Für praktizierende Ärzte sollte es systematische Fortbildungen geben. Dafür hat sich die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) ausgesprochen. Bei Patienten mit zu hohem Blutdruck könne es etwa erforderlich sein, die Medikation anzupassen. Prof. Dr. med. Jürgen Floege, Vorsitzender der DGIM, nahm die niedergelassenen Ärzte in die Pflicht. Es sei davon auszugehen, dass auch im Sommer 2020 wieder hohe Temperaturen erreicht würden. „Der Arzt sollte vulnerable Patienten schon im Frühjahr auf die Problematik ansprechen, nicht erst im Sommer, wenn es bereits mehrere Wochen heiß war“, regte er an. DGIM-Generalsekretär Prof. Dr. med. Georg Ertl betonte, dass Informationen zum richtigen Umgang mit heißen Temperaturen wichtig seien. Man müsse in kritischen Zeiträumen aktiv bei Patienten anfragen, wie es um Blutdruck und Gewicht bestellt sei. Ein Arzt könne zwar nicht alle Patienten abtelefonieren, das könnten aber speziell geschulte Assistenten leisten, wenn das die Kostenträger bezahlten. nec

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