ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2020Operationen des Mammakarzinoms: Höhere Fallzahlen führen zu besseren Ergebnissen

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Operationen des Mammakarzinoms: Höhere Fallzahlen führen zu besseren Ergebnissen

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Die Häufigkeit von Brustkrebsoperationen eines Arztteams hat Einfluss auf die Überlebenschancen der Patientinnen. Foto: picture alliance/BSIP
Die Häufigkeit von Brustkrebsoperationen eines Arztteams hat Einfluss auf die Überlebenschancen der Patientinnen. Foto: picture alliance/BSIP

Bei der chirurgischen Behandlung des primären Mammakarzinoms gibt es einen Zusammenhang zwischen der Leistungsmenge und der Qualität des Behandlungsergebnisses. Zu dieser Erkenntnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einem neuen Bericht. „In Krankenhäusern mit höheren Fallzahlen und bei Ärzteteams, die viele Brustkrebsoperationen durchführen, sind die Überlebenschancen für die operierten Brustkrebspatientinnen insgesamt höher“, schreibt das Institut, das dafür nach eigenen Angaben zehn relevante Studien ausgewertet hatte. Zudem komme es seltener vor, dass an der operierten Brust weitere Eingriffe notwendig werden. Ebenfalls für die Krankenhausebene und die ärztliche Ebene gelte die Aussage, dass mit einer steigenden Zahl der Brustkrebsoperationen die Zahl der gegebenenfalls notwendig werdenden Folgeoperationen sinke. Für die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der Leistungsmenge und der Behandlungsqualität bezüglich weiterer Zielgrößen wie „unerwünschte Wirkungen der Therapie“, „Lokalrezidive“, „krankheitsfreies Überleben“ und die „gesundheitsbezogene Lebensqualität“ konnten die IQWiG-Wissenschaftler keine aussagefähigen Studien identifizieren. Auch für die Untersuchung von Auswirkungen von konkret in die Versorgung eingeführten Mindestfallzahlen gebe es keine aussagefähigen Studien, hieß es. Das Institut untersucht den Zusammenhang zwischen Leistungsmenge und Erfolg im Auftrag des Gemeinsame Bundes­aus­schusses (G-BA) in acht Prüfaufträgen zu Mindestmengen. Für chirurgische Eingriffe zur Behandlung des Brustkrebses gilt in Deutschland aktuell keine verbindlich festgelegte Mindestmenge für die Krankenhäuser. EB

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