PHARMA

Kurz informiert

zyl; nec

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Cave Ecalta®: Infusionslösung darf nicht eingefroren werden – Aufgrund der mangelnden Löslichkeit des Wirkstoffs von Ecalta® (Anidulafungin 100 mg Pulver, Pfizer) kann es nach Einfrieren und nachfolgendem Auftauen der Infusionslösung zur Bildung von sichtbaren Partikeln kommen:

  • Die (rekonstituierte) Infusionslösung darf – entgegen den Angaben in der aktuellen Produktinformation – nicht eingefroren werden. Sie kann bei 25 °C über 48 Stunden aufbewahrt werden.
  • Vor der Applikation sollte die Lösung wie gehabt optisch auf Partikel oder Verfärbungen überprüft werden.

Ecalta® ist zugelassen zur Behandlung von invasiver Candidiasis bei Erwachsenen. zyl

Anzeige

Quelle: Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) Drug Safety Mail 2020-07

Infliximab-Biosimilar kann vom Patienten selbst injiziert werden – Die seit Februar zur Verfügung stehende Infliximab-Formulierung Remsima® SC (Celltrion Healthcare) zur subkutanen Injektion für die Kombinationstherapie mit Methotrexat (MTX) erleichtert erwachsenen Patienten mit rheumatoider Arthritis die Therapie.

Bisher war die MTX-Infliximab-Kombinationstherapie mit hohem Aufwand verbunden: Nach 2 initiierenden Infliximab-Infusionen erforderte die Erhaltungstherapie weitere Infusionen (in der Regel alle 8 Wochen) während mehrstündiger Klinikaufenthalte. Remsima SC vereinfacht die Verabreichung des Wirkstoffs: Es wird mithilfe einer Fertigspritze oder eines Fertigpens (Autoinjektor) verabreicht. Der Arzt injiziert die erste subkutane Dosis. Die nachfolgenden Injektionen im Abstand von jeweils 2 Wochen kann der Patient nach entsprechender Schulung selbst zu Hause durchführen. nec

Quelle: Pressemitteilung von Celltrion Healthcare, 28. Januar 2020

Olipudase alfa bei saurem Sphingomyelinasemangel – Die noch in der klinischen Prüfung befindliche rekombinante humane saure Sphingomyelinase Olipudase alfa zeigte in 2 getrennten klinischen Studien zur Behandlung des sauren Sphingomyelinasemangels (ASMD) bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten positive Ergebnisse. Bisher sind für ASMD keine Therapien zugelassen.

In einer randomisierten Phase-II-/III-Studie mit 36 erwachsenen ASMD-Patienten gelang es mit Olipudase alfa im Vergleich zu Placebo, die Lungenfunktion zu verbessern (+19 %) und das Milzvolumen zu verringern (–40 %).

In einer einarmigen, offenen Phase-II-Studie wurden 20 pädiatrische Patienten untersucht. Während der 64-wöchigen Behandlungsphase trat bei allen Patienten mindestens ein unerwünschtes Ereignis auf. Diese Ereignisse waren meistens leicht oder mittelschwer ausgeprägt. Bei 3 Patienten wurden 5 behandlungsbedingte schwerwiegende unerwünschte Ereignisse beobachtet, darunter eine anaphylaktische Reaktion.

Kein Patient musste die Behandlung wegen eines unerwünschten Ereignisses dauerhaft abbrechen. Auch in dieser Studie hatte Olipudase alfa einen günstigen Effekt auf Lungenfunktion und Milzvolumen. nec

Quelle: Pressemitteilung von Sanofi, 30. Januar 2020

Gedächtnisverbesserung durch Autophagieinduktion mit Spermidin – Eine wirksame Therapie für Demenzerkrankungen existiert bislang nicht, die erhofften Erfolge mit Anti-Amyloid-Wirkstoffen blieben bislang aus. Einen neuen Ansatz zur frühzeitigen Prävention von Demenz könnte die Autophagie-Induktion durch das Polyamin Spermidin darstellen.

Der intrazelluläre Selbstreinigungsprozess ist in der Lage, zellschädigende Proteinaggregate, die charakteristisch für neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Alzheimer sind, zu entfernen. Stimuliert wird der Autophagieprozess unter anderem durch Kalorienrestriktion. Als weitere Induktoren werden seit Neuestem natürliche Substanzen wie das körpereigene Polyamin Spermidin erforscht.

Es gehört zu den „Caloric Restriction Mimetics“, die bestimmte Effekte der Kalorienrestriktion nachahmen können, wie zum Beispiel das Auslösen der Autophagie. „Erste positive Ergebnisse konnten wir 2018 in der randomisierten, placebokontrollierten Phase-IIa-Studie preSmartAge beobachten“, berichtete Prof. Dr. med. Stephan Sigrist, Berlin.

Bereits nach 3-monatiger Supplementation mit Spermidin in Kapselform zeigten die Probanden mit Demenzrisiko im Vergleich zur Kontrollgruppe eine moderate Verbesserung der Gedächtnisleistung (Mnemonic Discrimination Performance). nec

Quelle: Pressemitteilung von InfectoPharm, 6. Februar 2020

Ranibizumab: Medikamentöse Behandlung bei proliferativer diabetischer Retinopathie – Ranibizumab (Lucentis®, Novartis) ist die erste und einzige in Europa zugelassene pharmakologische Therapie für proliferative diabetische Retinopathie (PDR) bei Erwachsenen.

Die Zulassung basiert auf einer multizentrischen, randomisierten, aktiv kontrollierten Phase-III-Studie mit paralleler Zuordnung zum Nachweis der Nichtunterlegenheit. Die Ergebnisse belegen, dass die intravitreale Therapie mit Ranibizumab der panretinalen Photokoagulation (PRP) in Bezug auf die Visusveränderung nach 2 Jahren nicht unterlegen war. Hier betrug die mittlere Visusverbesserung 2,8 Buchstaben im Ranibizumab-Arm und 0,2 Buchstaben im Laser-Arm.

Auch in weiteren Gesichtspunkten war Ranibizumab der PRP überlegen. Es reduziert signifikant die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten ein visusbeeinträchtigendes diabetisches Makulaödem entwickeln oder vitrektomiert werden müssen. nec

Quelle: Pressemitteilung von Novartis, 10. Februar 2020

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema