ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2020Nadelstichverletzungen: Sicherheitskanülen sind verordnungsfähig

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Nadelstichverletzungen: Sicherheitskanülen sind verordnungsfähig

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Der Sicherheitsmechanismus soll Helfer vor Infektionen schützen. Foto: picture alliance/Bildagentur online
Der Sicherheitsmechanismus soll Helfer vor Infektionen schützen. Foto: picture alliance/Bildagentur online

Ärzte dürfen zur Vermeidung von Nadelstichverletzungen ab sofort Hilfsmittel mit einem Sicherheitsmechanismus verschreiben. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingewiesen. Die Verordnungsfähigkeit gilt nur für Patienten, die sich beispielsweise selbst Insulin spritzen, dafür aber die Unterstützung des Partners oder eines Pflegedienstes benötigen. Eine entsprechende Änderung der Hilfsmittelrichtlinie sei in Kraft getreten. Bei den Tätigkeiten handelt es sich der KBV zufolge immer um Leistungen, die Versicherte grundsätzlich selbstständig vornehmen können. Dazu gehörten unter anderem subkutane Injektionen und Infusionen. Der Beschluss umfasse keine Verrichtungen, die ausschließlich von Ärzten oder Pflegern durchgeführt werden könnten, hieß es. Der Gesetzgeber hatte Mitte vorigen Jahres im Terminservice- und Versorgungsgesetz festgelegt, dass gesetzlich Versicherte, die aufgrund ihres körperlichen oder geistigen Zustandes auf die Hilfe Dritter angewiesen sind, einen Anspruch auf Hilfsmittel mit einem Sicherheitsmechanismus zum Schutz vor Nadelstichverletzungen haben. Ziel der Regelung ist es, Helfer vor der Übertragung einer Infektionskrankheit zu schützen. EB

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