ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2020GKV-Leistungskatalog: Indikationen für Podologie erweitert

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GKV-Leistungskatalog: Indikationen für Podologie erweitert

Dtsch Arztebl 2020; 117(9): A-417 / B-365 / C-353

Beerheide, Rebecca

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Podologie zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung ist jetzt nicht mehr nur beim diabetischen Fußsyndrom möglich. Foto: picture alliance/Klaus Rose
Podologie zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung ist jetzt nicht mehr nur beim diabetischen Fußsyndrom möglich. Foto: picture alliance/Klaus Rose

Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat die medizinische Fußpflege für weitere Indikationen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) aufgenommen. So sollen nicht nur beim diabetischen Fußsyndrom entsprechende Therapien verordnet werden können, sondern auch bei Schädigungsbildungen an Haut und Zehennägeln, die mit einem diabetischen Fußsyndrom vergleichbar sind, hieß es vom G-BA. „Eine fachgerecht durchgeführte Hornhautabtragung und Nagelbearbeitung soll Folgeschädigungen wie Entzündungen vermeiden, die im schlimmsten Fall zu einer Amputation des Fußes führen können“, erläuterte Monika Lelgemann, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzende des Unterausschusses Veranlasste Leistungen. Podologie soll auch bei Sensibilitätsstörungen oder Durchblutungsstörungen (Makro-, Mikroangiopathie, Neuropathie, Angioneuropathie) verordnet werden können. Laut der Heil- und Hilfsmittelrichtlinie können die Heilmittel von Vertragsärzten sowie im Zuge des Entlassmanagements von Krankenhäusern verschrieben werden. Wie viele Patienten von der neuen Verordnung, die voraussichtlich Mitte des Jahres in Kraft treten wird, profitieren, ist noch unklar. Die Patientenvertretung hatte 2018 den Antrag eingereicht, dass Heilmittelrichtlinie und -katalog zur Verordnungsfähigkeit von podologischen Therapien überprüft werden. Der G-BA wollte frühestens im Mai 2021 entscheiden. Nun wurden die Beratungen mehr als ein Jahr früher abgeschlossen. bee

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