ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2020Influenza: Knapp 100 000 gemeldete Fälle bundesweit

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Influenza: Knapp 100 000 gemeldete Fälle bundesweit

Dtsch Arztebl 2020; 117(10): A-474 / B-412

dpa

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Rund 17 000 Patienten mit Inflenza wurden in dieser Saison bislang stationär behandelt. Foto: picture alliance/Sven Hoppe/dpa
Rund 17 000 Patienten mit Inflenza wurden in dieser Saison bislang stationär behandelt. Foto: picture alliance/Sven Hoppe/dpa

Der Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle in Deutschland scheint Experten zufolge überschritten. Das geht aus dem Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Institut (RKI) für die 8. Kalenderwoche hervor. Die Zahl der nachweislich infizierten Menschen in der bisherigen Saison stieg demnach um etwa 18 000 auf rund 98 500, die der Grippetoten erhöhte sich auf 161. „85 Prozent der Todesfälle waren 60 Jahre oder älter“, hieß es. Mehr als 300 Ausbrüche wurden erfasst, davon 53 in Krankenhäusern. Von den gemeldeten Patienten wurden fast 17 000 in Kliniken behandelt. Die tatsächlichen Fallzahlen liegen bei Grippe deutlich höher: Geschätzt wird laut Wochenbericht, dass von Herbst bis Mitte Februar 2,1 Millionen Menschen aus diesem Grund beim Haus- oder Kinderarzt waren. Die Ständige Impfkommission (Stiko) bleibt laut einem Bericht von Zeit Online trotz der befürchteten Coronavirus-Epidemie bei der Empfehlung, dass sich nur besonders gefährdete Gruppen wie Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranke und Schwangere gegen Grippe impfen lassen sollen. Mögliche Nutzen einer generellen Impfempfehlung – wie eine etwaige Entlastung des Gesundheitssystems durch weniger schwere Verläufe – seien nicht nachgewiesen. Es sei lediglich eine „plausible Hypothese“, wurde Stiko-Leiter Thomas Mertens zitiert. Die Stiko setze auf Evidenz. dpa

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