ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2020Tuberkulose: Forscherteam sucht nach neuen Medikamenten

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Tuberkulose: Forscherteam sucht nach neuen Medikamenten

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Neue Behandlungen könnten die Therapiedauer bei einer Tuberkulose verkürzen und Arzneimittelresistenzen überwinden helfen. Foto: picture alliance BSIP
Neue Behandlungen könnten die Therapiedauer bei einer Tuberkulose verkürzen und Arzneimittelresistenzen überwinden helfen. Foto: picture alliance BSIP

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von mehr als 30 Organisationen aus 13 europäischen Ländern suchen im Rahmen des Projektes „European Regime Accelerator for Tuberculosis“ (ERA4TB) gemeinsam neue Ansätze zur Behandlung von Tuberkulose.

„Im Rahmen des Projekts geht die Forschung neue Wege bei der Entwicklung der Tuberkulosetherapie – der sequenzielle wird zugunsten eines parallelen Entwicklungspfades aufgegeben“, erläuterte Dr. med. Jan Rybniker, Oberarzt und Leiter des Infektiologischen Forschungslabors in der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln.

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Dieser parallele Weg ermögliche die gleichzeitige Untersuchung von mehr als einem Dutzend neuer potenziell wirksamer Wirkstoffe gegen die Infektion. Bislang sei die Entwicklung neuer Medikamente langsam: Der klinische Einsatz in der Behandlung der Patientinnen und Patienten erfolge nacheinander mit jedem einzelnen Medikament.

„Die derzeit eingesetzten Medikamente sind nach heutigen Maßstäben nicht sehr effizient. “, so Rybniker. An der Uniklinik Köln überprüfen die Forschenden im Rahmen des ERA4TB-Projekts, inwieweit die neuen Wirkstoffe Resistenzen in den Erregern erzeugen können und führen Studien zum Wirkmechanismus und der Wirksamkeit der Wirkstoffe in Zellkultur durch. Im Zentrum für Pharmakologie der Uniklinik Köln sind zudem klinische Phase-I-Studien geplant. hil

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