ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2020Künstliche Intelligenz: Operationen erleichtern

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Künstliche Intelligenz: Operationen erleichtern

Dtsch Arztebl 2020; 117(10): A-510 / B-438

dpa; Kahl, Kristin

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Während der OPs könnte beispielsweise ein Connected Assistant Informationen mit einer Livekamera verschmelzen. Foto: zapp2photo/stock.adobe.com
Während der OPs könnte beispielsweise ein Connected Assistant Informationen mit einer Livekamera verschmelzen. Foto: zapp2photo/stock.adobe.com

Medizinerinnen und Mediziner sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) operative Eingriffe erleichtern. Bis Ende 2022 werde das Projekt „Arailis“ mit rund 1,5 Millionen Euro unterstützt, teilte das Wissenschaftsministerium in Sachsen mit. Dabei sollen vor allem Chirurginnen und Chirurgen bei minimalinvasiven Operationen unterstützt und die Komplikation bei Eingriffen reduziert werden.

In dem Projekt zeige sich der konkrete Nutzen von KI für den Menschen, erklärte Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU). Indem Forscherinnen und Forscher verschiedener Fachrichtungen zusammenarbeiten, könnten abstrakte Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden.

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So soll ein „Connected Assistent“ während der Operation bereits vorhandene Informationen etwa über die Lage von Tumoren mit der Livekamerasicht verschmelzen.

Bild- und Videoquellen, Navigationssensoren oder Ultraschall sollen gleichzeitig für die Operierenden nutzbar gemacht werden. Damit sollen die Orientierung mit Werkzeugen und Kameras vereinfacht und auch minimalinvasive Operationen bei schwierigen Eingriffen ermöglicht werden.

„Methoden der künstlichen Intelligenz haben das Potenzial, das chirurgische Personal bei komplexen Eingriffen gezielt zu unterstützen, um bestmögliche Ergebnisse für den Patienten zu erzielen“, sagte Prof. Dr. med. Jürgen Weitz vom Universitätsklinikum Dresden. dpa/kk

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